SLEEPWRAITH - Day Terrors

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VÖ: 17.01.2020
Bandinfo: SLEEPWRAITH
Genre: Metalcore
Label: CD Baby Label
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Lineup  |  Trackliste

SLEEPWRAITH 

Was für eine gemein- geniale Brutalität da zu hören ist zwischen Metalcore und rasenden Punk.
Als ich begann dieses Meisterwerk zu hören hat es mich verschlungen. 
Die Rede ist von der kanadischen Band SLEEPWRAITH und ihrem Debüt Album „Day Terrors“.
Mehr Terror bitte von Seedy Mitchell (Guitars/Vocals) und Ryan Biggs (Drums).
"Day Terrors" fährt mir bis in die Knochen, ein intensives Erlebnis 11 Songs lang. Eine bildhafte Reise, die sich von Level zu Level steigert und verschiede emotionale Ebenen erreicht. Tatsächlich gibt es DEN ANFANG und DAS ENDE und dazwischen TERROR.

„Day Terrors“ ist ein hochklassiges Album, welches unfassbar gut umgesetzt wurde. Lyrisch als auch technisch. Erstaunlich was hier zwei Musiker erschaffen haben. Im Vorfeld verkündeten SLEEPPWRAITH schon sie wollen sich als eingefleischte Künstler nicht nur auf die Art der Produktion konzentrieren, sondern tatsächlich ungefiltert und emotional etwas erschaffen. Das ist gelungen. Seedy Mitchell und Ryan Biggs machen aktiv seit 20 Jahren Musik und sind noch länger miteinander befreundet. Die musikalischen Einflüsse der letzen Jahre sind zu hören: Death Metal, Grunge, Punk. Alles vereint in einem Album das nur der Anfang einer ganzen Album- Serie werden soll. Die Stimme von Seedy Mitchell haut mich um. Er erinnert mich immer wieder zwischendurch an Randy Blythe von LAMB OF GOD.  Das ist einfach nur sensationell. Ich finde nämlich Seedy Mitchell setzt noch eins drauf. Tatsächlich singt er zwischendurch auch und da gräbt er eine wunderschöne Stimme aus. Die restliche Zeit klingt er wie eine wildgewordene Bestie, die niemand aufhalten kann. Begleitet von melodischen Gitarren-Soli, harten Drums und einzigartigen Hooks die im Ohr bleiben. Hooks, Breaks, Tempo und Melodie- alles ist so genial aufeinander abgestimmt und verschmolzen. Ich muss das live erleben. Es ist dieser SLEEPWRAITH Sound. Ich bekomme den nicht mehr aus dem Kopf. 
Man hört das erste Intro und erwacht in einer anderen Welt. Bin ich am Leben?
Der Song „The Aphelion Complex“ beginnt mit EKG-Geräuschen und einer Reanimation.
„I‘m the face of a generation with wounds and boils and a soul that spits…“ singt Seedy Mitchell.

Es folgen zehn weitere Tracks. Die Hooks sind speziell. Oft beginnt mit dem ersten Ton schon eine so temporeiche, rasende und dramatische Atmosphäre, die sich weder steigert noch abnimmt. Du entkommst einfach nicht. Energiegeladen, der Moshphit im Kopf dreht sich, dreht sich. Wendet sich. Was wartet hier?
Für mich das Album des Jahres! Persönliche Favoriten zu nennen ist fast finster, da das ganze Album eine Geschichte erzählt die man selbst erfahren haben muss. Jeder Song für sich war ein Abenteuer, wütend, dämonisch und stark. Nicht zu bremsen.
Aber besonders hat es mir der Song „The Vile Raptured“ angetan. Allein wie der Song beginnt. "TAKE FLIIIIIIIIIGHT!“
„Anamnesis“ ist wunderbar düster und „Carnival Dread“ klingt gruselig-märchenhaft, verrückt und manisch. Der Song "A Demon's Pawn And The Abyss" ist einfach gewaltiger Horror. Großartig!
Wie schnell und perfekt der Sänger zwischen Growling, Screaming, Shouting und dämonisch erzürnten Kreischen wechselt, ist einfach ein Spektakel. Noch ein Meister des gutturalen Gesangs. Für mich das Album des Jahres. Und das obwohl das Jahr erst begonnen hat. Da hat sich was ganz Großes vereint. Dazu kommt, dass die Lyrics düster, genial, lyrisch, hetzend und wild sind. Wütend brennt das Feuer inmitten des Chaos. Und welche Bestien erheben sich in diesem Chaos und spucken selbst Feuer um Licht in die Dunkelheit zu bringen? Seedy Mitchell und Ryan Biggs!
Falls ihr die Chance erhaltet SLEEPWRAITH live zu sehen: Rein in den Moshpit, los, los, los!



Bewertung: 5.0 / 5.0
Autor: Denise Alex Heindl (23.01.2020)

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