SHARK ISLAND - Bloodline

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VÖ: 11.11.2019
Bandinfo: SHARK ISLAND
Genre: Sleaze Rock
Label: Manifest Music
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Lineup  |  Trackliste

SHARK ISLAND - wenn man die Vorgängerband her nimmt existiert diese bereits seit 1979, SHARK ISLAND als solches seit 1986. Viele Veröffentlichungen dieser Band gibt es nicht, aber immerhin mit "Law Of The Order" aus dem Jahre 1989 eine absolute Kultscheibe. irgendwo in der Schnittmenge aus Hard Rock, Sleaze Rock und einer kleinen Prise AOR. Die Band war danach jedoch eines der vielen Opfer der Grunge-Welle. 2006 erschien ein überraschendes und passables Comeback-Album "Gathering Of The Faithful", das die Erwartungen nicht ganz erfüllen konnte, insbesondere durch einige Schwächen in Sound und Songwriting. Nun hat Mastermind Richard Black (vocals) eine großteils neue Band zusammengestellt und legt das im Vergleich zum Vorgänger einen Tick härtere Album "Bloodline" vor.

Der Opener "Make A Move" ist ein Überbleibsel von damals und Teil von "Alive At The Whiskey" aus dem Jahre 1989 (Bonus-Disc des 2004er Re-Issues des Debuts). Die Nummer ist heavy, jedoch nicht allzu melodisch und eingängig, kein Wunder, dass sie es damals nicht auf das Debut geschafft hat. Richard Black ist noch ganz gut bei Stimme, zu den besten Sängern hat er allerdings nie gehört. Ein Problem ist der eher dumpfe Sound, der sich durch die ganze Scheibe durchzieht. Nun ja... Die nächsten beiden Nummern tönen ähnlich aus den Lautsprechern, wobei "Policy Of Truth" nach mehrmaligem Hören und mit dem zugehörigen Video durchaus empfehlenswert ist. In den nächsten drei Songs wird es eher unmelodischer, ein wenig auf modern getrimmt - Tiefpunkt "Crazy Eights". Kein wirklicher Ohrenschmaus... Manches erinnert ein wenig an eher schwächere Songs von RATT, SILENT RAGE, bzw. JESSE DAMON oder die Solo-Sachen von PAUL SABU. Es gibt sicher Leute, denen das auch heute noch gefällt!

"Rocks On The Rocks" klingt dann etwas melodischer, ein wenig nach CINDERELLA, damals am Sunset Strip - jedoch auch bestenfalls Durchschnitt. Die Highlights der Scheibe sind "Butterfly" und das langsam beginnende, härter werdende und einen längeren Instumentalteil aufweisende "When She Cries" - mit einem besseren Sound könnten diese beiden Nummern sicher auch auf dem Debut gute Figur machen. Nach einem weiteren Tiefpunkt noch ein versöhnlicher Abschluss mit dem ganz netten, eher gemächlichen "On And On", das jedoch schon etwas strange ist und fast wie eine Mischung aus BON JOVI und NICK CAVE klingt!

Unterm Strich bleibt, dass die Schwächen des Vorgänger auch für dieses Album gelten und es eher eine Scheibe für Die-Hard-Fans oder jene der oben genannten Bands sein wird - oder für jene, die damals gerne dabei gewesen wären in den späten 80ern und die Zeiten nun wiederaufleben lassen wollen. Einige der Songs wachsen jedenfalls mit oftmaligem Hören und sind für Sleaze Rock-Fans sicher einen Versuch wert... 



Bewertung: 2.5 / 5.0
Autor: Andreas Meiser (20.02.2020)

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