SHAKRA - Mad World

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VÖ: 28.02.2020
Bandinfo: SHAKRA
Genre: Heavy Rock
Label: AFM Records
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Lineup  |  Trackliste

Wenn man “Schweiz” und “Hard Rock” hört, dann denkt man zumeist an GOTTHARD. Inzwischen gibt es aber einige andere Bands, die den alten Rockern den Rang ablaufen und allemal bessere Musik liefern, wie zum Beispiel SHAKRA. Die sind jetzt auch nicht mehr die Jüngsten und feiern 2020 ihr 25-jähriges Bestehen. Was die Band aber nicht daran hindert, satten Sound und ordentlich knackige Songs abzuliefern, die sowohl Alt als auch Jung ansprechen.

Die eingängigen, teils härteren, teils sehr melodischen Stücke auf dem neuen Album „Mad World“ lohnen sich, mehr als nur ein Mal angehört zu werden. Einen guten Querschnitt und Einblick bekommt man beim Anhören der Neuheiten, die schon auf YouTube zu finden sind bzw. für die es Videos gibt.

Das Gros der Songs ist knackiges heavy Material, das irgendwo im Grenzraum Hard Rock / Metal angesiedelt ist. Auf jeden Fall ist es immer sehr melodisch, eingängig und natürlich rockig. Schon mit dem Opener „Fireline“ beweisen sie diese Ausrichtung des neuen Albums. Das Songwriting besticht durch harmonische, knackige Riffs, lässige Backingvocals und guten Gesang von Mark Fox. Die Riffs kommen schnell und in bester Metal Manier. Erinnert ein wenig an die 90er Jahre, was die Jungs hier abliefern, aber mit modernem Biss.

Bei manchen Liedern findet sich ein straighter Rhythmus und erdiger Rock, bei dem ich Anleihen von MOTÖRHEAD höre, entweder beim harten Beat oder teilweise auch bei den rauen Vocals von Mark Fox. Zu diesen Songs gehören „Too Much Is Not Enough“ oder „When He Comes Around“.


Diesen ursprünglichen Songs, die auf das Wesentliche reduziert sind, kann man sich nicht entziehen. Die bluesigen Rock-Parts in „I Still Rock“ erinnern an die gute alte Zeit, der viele ältere Rockfans nachhängen, der Refrain ist perfekt zum Mitsingen und im Prinzip genau das, was der Rockfan zu Party und Bier hören möchte.

„A Roll Of The Dice“ nimmt den Speed zurück, ist tragend heavy und ein wenig nachdenklich, aber natürlich bei weitem keine Ballade. Dieses Attribut trifft auch bei „Fake News“ nicht zu, das zwar wie eine Ballade startet, aber dann seinen harten Anteil abbekommt. Die echte Ballade mit ruhigen akustischen Gitarren und softem Gesang sowie schmeichelnden Choruseinsätzen heißt „New Tomorrow“, ist der letzte Song des Albums und lässt das es mit schönen Tönen ausklingen.

Schlagkraft und ordentlich mitreißende Rock Riffs gibt es beim Titeltrack „Mad World“ – Headbangen ist angesagt - bei „Thousand Kings“ oder „Son Of Fire“. Klassischen, melodiösen Hardrock spielen die Schweizer genauso, wie zum Beispiel „Turn The Light On“ oder beim sehr melodischen „When It All Falls Down“.

„Mad World“ ist ein lässiges heavy Rockalbum, bei dem alle Songs einen Rhythmus und Melodien haben, die ins Ohr gehen, und die man gerne mehrmals hintereinander anhört. Es ist kein musikalischer Einheitsbrei, sondern es gibt Abwechslung beim Songschreiben, sodass  viele hier etwas finden. Es kommen sowohl Liebhaber von guten Stimmen als auch Gitarrensoli zum Zug, und natürlich die Fans von Musikmaterial aus dem letzten Jahrhundert. SHAKRA möchte man nach diesem Album gerne live erleben. Wäre also nett, wenn sich die Jungs mal auf einer Österreich Tour blicken lassen.



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Lady Cat (02.03.2020)

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