HAUNT - Mind Freeze

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VÖ: 10.01.2020
Bandinfo: HAUNT
Genre: Heavy Metal
Label: Shadow Kingdom Records
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Lineup  |  Trackliste

Das kalifornische Quartett HAUNT hat sich ganz dem traditionellen Heavy Metal verschrieben (oder laut eigener Definition auf der offiziellen Facebook-Seite „mystical heavy metal“). 2017 erschien die erste EP „Luminous Eyes“ und seither sind sie nicht zu stoppen. 2018 das Debütalbum „Burst Into Flame“, 2019 die EP „Mosaic Vision“ und das Album „If Icarus Could Fly“ (dazu noch zwei Split-Singles, einmal mit FORTRESS, einmal mit SEVEN SISTERS. Am 10. Januar 2020 folgte schon das neueste Album „Mind Freeze“. Mangelnde Produktivität kann man der Band schon mal nicht vorwerfen.

Erhältlich ist das Album nicht nur digital und auf CD, sondern auch in fünf farblich verschiedenen, limitierten Editionen als Vinyl-LP (schwarz, gold, transparent und passend zum Cover in blau/gelb oder schwarz/gelb).

Mit Ausnahme von „Mosaic Vision“, das etwas aus der Reihe tanzt, haben HAUNT bei ihrem Artwork einen recht distinktiven Stil, mystisch, düster und mit sehr wenigen aber kräftigen Farben. Gezielt effektvoll eingesetztes Gelb und Blautöne wurden hier eingesetzt um die dunkel-atmosphärische Gewölbeszenerie zu kolorieren. Wären die kräftigen Farben nicht, könnte es auch das Cover eines Black Metal Albums sein, aber so passt das Album perfekt zur Musik.

Auch musikalisch haben sich HAUNT schon auf ihrer allerersten EP auf einen bestimmten Stil eingeschossen, an dem sich auch soundtechnisch seit „Burst Into Flame“ nichts geändert hat. 
Wer bereits Fan von der Band ist, wird vom „Mind Freeze“ mehr als begeistert sein. Es befindet sich nicht ein einziger Song darauf, der nicht eindeutig nach HAUNT klingt.
Wer die Band noch nicht kennt, aber kurzweilige Songs, großartiges Riffage. ansprechende Melodien und einen old-school Metal Sound mögen, sollten einmal hineinhören. „Schwachpunkt“ und vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig ist die Stimme von Sänger und Bandgründer Trevor William Church. NWoBHM Fans dürften sich an einige Vocals dieser Ära, wie etwa jene Kevin Haybournes von ANGEL WITCH, erinnert fühlen.
Das Album fängt mit „Light The Beacon“ sehr vielversprechend an. Mit der Nummer haben sie einen der subjektiv besten Songs ihrer bisherigen Karriere geschaffen. Vom mystischen Intro, den saftigen Riffs bis zu den guten Lyrics von vorne bis hinten gelungen. Der folgende Song „Hearts Of Fire“ hat zwar Pfeffer im Arsch, aber schon ab da wirkte das Album beim ersten Durchhören irgendwie beliebig und eintönig. Auch nach mehrmaligen Durchgängen bleibt der Eindruck, dass das Album nach dem starken ersten Song abflacht und im typischen HAUNT-Sound vor sich hin dümpelt  auch wenn jeder Song für sich genommen sehr gut ist und man daran eigentlich nichts zu bemängeln hat und es durchaus Unterschiede zwischen den Songs gibt. 
So ist „Divide and Conquer“ einer der schwächeren Lieder auf „Mind Freeze“, während sich „Have No Fear“ zu einem weiteren Favoriten mausert. Der Titelsong gehört auch nicht zu den besten auf dem Album, aber wie schon erwähnt, für sich alleine betrachtet auch nicht schlecht 

HAUNT bleiben sich selber treu und lieferten mit ihrem dritten Studioalbum „Mind Freeze“ wieder astreinen traditionellen Metal ab. Für Fans ein Muss, für andere, sofern man sich an den Vocals nicht stört, schon alleine um „Light The Beacon“ Willens wert, einmal reinzuhören.



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Brigitte Simon (06.04.2020)

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