THE UNITY - Pride

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VÖ: 13.03.2020
Bandinfo: THE UNITY
Genre: Hard Rock
Label: SPV / Steamhammer
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Lineup  |  Trackliste

THE UNITY bilden seit drei Jahren eine wahrhaft verschworene Einheit und veröffentlicht nunmehr ihr bereits drittes Album. Gegründet wurde die deutsch – italienische Metal-Freundschaft von den GAMMA RAY Recken Henjo Richter und Michael Ehré. Henjo war anscheinend bei GAMMA RAY und als Gast bei AVANTASIA nicht ausgelastet und tat sich daher mit Drummer und Songwriter Michael Ehré zusammen, der seinerseits ebenfalls bei vielen Projekten tätig war (u.a. FIREWIND, METALIUM, ULI JON ROTH). Die weiteren Mitglieder wurden praktischerweise aus der damals aktuellen Ehré-Truppe LOVE.MIGHT.KILL. rekrutiert: Ausnahmesänger Gianbattista Manenti, Gitarrist Stef E., Bassprofessor Jogi Sweers und Keyboarder Sascha Onnen (ehemals MOB RULES). Ihr 2017-er Debut war ja schon sensationell und mit dem im September 2018 erschienen Zweitling „Rise“ setzten sie noch einen drauf. Nicht von ungefähr wurden THE UNITY von den beiden führenden deutschen Metal-Magazinen Metal Hammer und Rock Hard einstimmig in die Kategorie „Newcomer des Jahres“ gewählt. 
Ihre Musik ist eine Schnittmenge zwischen hochmelodischem, traditionellem Hardrock und zeitlosem, teutonischem Power Metal. Das nunmehr dritte Album setzt genau da fort. Wichtigster Bestandteil ist dabei die Abwechslung und Vielfalt, sind doch alle Bandmitglieder am Songwriting beteiligt. 
Nach einem kurzen Instrumental Intro wird mit dem Power Metal Kracher „Hands Of Time" gleich heftig losgebrettert. Das bereits als Single veröffentlichte „Line And Sinker“ beinhaltet durch einen dezenten Keyboardeinsatz einen leichten AOR Touch. Die folgenden Tracks „We Don’t Need Them Here“ und „Destination Unknown“ beweisen einmal mehr ihren untrüglichen Sinn für unglaublich melodiöse Refrains und Hooks. „Angel Of Dawn“ beginnt balladesk und steigert sich zu einem energiegeladenen Rocker. Große Klasse auch das getragene „Wave Of Fear“, wobei der Vocalist beweist, über welch variables und ausdrucksstarke Organ er verfügt. Ein weiterer Höhepunkt ist ein sagenhaftes Gitarrenduell („Damn Nation“), das man gerne live erleben möchte. Kein Filler stört den Fluss des Albums, wobei aber ein Song noch unbedingt erwähnt werden muss, der die Bandbreite der Band dokumentiert: „Rusty Cadillac“ ein ungemein witziger Rock’n’Roll Hadern, zum Teil in einem interessanten Shuffle Rhythmus. Wie schon beim Vorgänger „Rise“ („Never Before“ – einer der besten Rocksongs ever!) beschließt ein Killersong ein abwechslungsreiches grandioses Album: „You Don’t Walk Alone“ geht ab wie die Hölle und man ist versucht, gleich wieder von vorn zu beginnen.
 Auch thematisch haben THE UNITY einiges zu bieten. Weg von Metal - und Rockklischees werden persönliche und  auch kritische Inhalte angeschnitten. „Klimawandel, rechtswidrig handelnde Regierungen, wuchernder Populismus, so etwas darf man nicht unkommentiert lassen“, erklären THE UNITY und machen musikalisch auf Missstände aufmerksam.
Wieder ist ein großer Wurf gelungen und ich kann nur hoffen, dass diese Einheit lange bestehen bleibt!

"Pride" wird als 2CD digipak, 2LP gatefold eröffnet, mir liegt nur CD 1 vor, aber da ich THE UNITY schon live erleben durfte, ist CD 2 sicherlich auch von bester Qualität.

 



Bewertung: 5.0 / 5.0
Autor: Wolfgang Kelz (09.03.2020)

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