BLACK HAWK - Destination Hell

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VÖ: 13.03.2020
Bandinfo: BLACK HAWK
Genre: Heavy Metal
Label: Pure Underground Records
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Lineup  |  Trackliste

Wieder einmal schlägt der schwarze Falke in unserem Redaktions-Loft auf. Mit der erst stotternd in Gang gekommenen Geschichte der bereits seit 1981 aktiven Band aus Schleswig-Holstein hat sich der Kollege Wilsberg bereits bei deren Veröffentlichungen "A Mighty Metal Axe" (2013) und "The End Of The World" (2017) ausführlich beschäftigt. Widmen wir uns also direkt dem aktuellen Album "Destination Hell".

Good News first: Dem aktuellen Werk von BLACK HAWK wurde wieder ein deutlich transparenterer Sound als zuletzt verpasst. Der undergroundige Rumpelsound der letzten beiden Veröffentlichungen mag zwar authentisch gewesen sein, aber wie wir wissen, isst auch beim Metal das Ohr mit. Und zu einem gediegenen Headbanger-Festmahl gehört nun mal auch ein einigermaßen fetter Sound, denn wie die Oma schon sagte: Im Fett liegt der Geschmack!

Herr und Frau Old-School-Metalfan bekommen auf den nun folgenden 46 Minuten ein Album zu hören, das in erster Linie vom durchwegs abwechslungreichen Songwriting der alten Hasen profitiert. Vorwiegend im etwas höheren Tempo angesiedelt, basieren die zehn Songs zumeist auf den sägenden Gitarrenriffs von Wolfgang Tewes, der zudem auch einige richig starke Soli aus dem Ärmel schüttelt. "Destination Hell" oder "Voices From The Dark" seinen hier stellvertretend erwähnt. Die Stärken des Vierers offenbaren sich allerdings so richtig in den gemächlicheren Nummern, wie "The Eyes Of The Beast". Deutlich besser gefällt mir hier auch der Gesang von Udo Bethke, der generell einen Hang zum Übertreiben hat. Für meinen Geschmack wäre da das berühmte Weniger-ist-mehr ein wertvoller Ratschlag für künftige Veröffentlichungen.

Nicht wirklich berauschend, aber insgesamt sehr routiniert bringen die Schleswig-Holsteiner Metaller ihren Höllenzug sicher ins Ziel. Innovationspreise sind eindeutig nicht das erklärte Ziel der Band, dafür hört man auf "Destination Hell" den Spaß und das Herzblut umso deutlicher heraus. Und das ist in Wirklichkeit oft spannender als die 150. High Tech Veröffentlichung eines Megasellers.

 



Bewertung: 3.0 / 5.0
Autor: adl (10.03.2020)

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