IVANHOE - Blood And Gold

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VÖ: 20.03.2020
Bandinfo: Ivanhoe
Genre: Progressive Metal
Label: Massacre Records
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Lineup  |  Trackliste

Nach fünf Jährchen gibt es auch im Hause IVANHOE Neues zu vermelden. Zum einen eine erneute Umgestaltung im Lineup, zum anderen auch ein neues Album, welches auf den Namen „Blood And Gold“ hört. Musikalisch lehnt man sich weiterhin tief in die proggige Ecke, wo Zugänglichkeit eher als k.o.-Kriterium gilt. Entsprechend gilt es auch auf dem achten Output wieder einige Nüsse zu knacken.

Mit „Midnight Bite“ beginnt das Album jedoch zunächst vergleichsweise straight, mit kommodem Tempo und schön eingestreuten Hooks – ein Auftakt der Lust auf mehr macht! Dennoch führt der Opener den Hörer gnadenlos in die Irre. Denn schon ab dem folgenden „Broken Mirror“ mit seinen vertrackten Rhythmen, geht es in größtenteils höchst gemächlichem Tempo weiter, was dem Album leider nicht wirklich zuträglich ist und es trotz nicht einmal 40 Minuten Spielzeit gefühlt unendlich zieht. Zwar lockert das gefühlvolle, von Akustikgitarren untermalte Duett „Fe Infinita“ das Album etwas auf, doch im Großen und Ganzen schleppen sich die weiteren Titel dann nur noch dahin.

Sowohl der epische Stimmung entzünden wollende Titeltrack „Blood And Gold“, als auch das bedrohliche „Martyrium“ wirken mit angezogener Handbremse performt, wiewohl der Gesang, bis auf die doch etwas gepresst wirkenden Höhen, durchgängig stark geraten ist. Breitwandiger und raumfüllender präsentiert sich „If I Never Sing Another Song“, kann jedoch den spannenden Aufbau auch nicht über die komplette Länge behalten. Auch „Solace“ beginnt stark, mit straightem Riffing, unterbricht den Fluss jedoch erneut zu ruppig. Und auch „Shadow Play“ bremst sich trotz massiv großartigem Saxofonpart durch die Botanik und die Musik bleibt trotz aller technischer und kompositorischer Feinheiten auch nach häufigen Durchläufen einerseits zu wenig sperrig, andererseits aber auch zu wenig zwingend oder dramatisch, um wirklich zu zünden. Irgendwie hängt das Album in der Luft und es bleibt jegliche Emotion auf der Strecke.

Irgendwie ist das nicht das, was man von IVANHOE erwartet hat. „Blood And Gold“ tuckert in gemächlichem Tempo dahin und mag nicht wirklich zünden. Zwar technisch einwandfrei und gut produziert – aber leider langweilig.



Bewertung: 2.5 / 5.0
Autor: Anthalerero (24.03.2020)

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