HYPERION - Into The Maelstrom

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VÖ: 21.04.2020
Bandinfo: HYPERION
Genre: Heavy Metal
Label: Fighter Records
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Lineup  |  Trackliste

Nach „Dangerous Days“ (2017) kommen HYPERION aus Bologna nun mit ihrem Zweitling. 2015 gegründet und bestehend aus Drummer Marco Jason Beghelli (Ex-S.O.T.), Gitarrist Davide Cotti (Ex-PROPHEXY), der das Album auch produziert hat, Gitarrist Luke Fortini (IMAGO IMPERII), Sänger Michelangelo Carano und Bassist Antonio Scalia. Warum sich eine relativ neue Band wie diese Italiener hier keinen Namen ausgesucht haben, der nicht schon vorher von anderen Gruppen genutzt wurde oder noch wird, werden wohl auch nicht HYPERION beantworten können oder wollen.

Aber egal, es soll ja um die Musik gehen. Und die ist zwar wie der Bandname nicht sonderlich originell, kann aber trotzdem was. Zumeist sehr flotter Power Metal, rasende Gitarren, ein paar progressive Songaufbauten und ein kraftvoll-melodiöser Sänger, der stark an Bernhard Weiss von AXXIS erinnert, von seiner Stimmfarbe her (vielleicht ein ganz kleines Stück tiefer), als auch von der Phrasierung. Das hat einen großen Einfluss auf die Wahrnehmung der Musik auf „Into The Maelstrom“: Es schwingt immer ein ähnlicher fröhlicher, freudestrahlender Vibe mit wie ihn AXXIS vor allem bei ihren schnelleren Songs verbreiten. Man höre sich dazu zum Beispiel den trotz stumpfsinnigem Reim eingängigen Track „Driller Killer“ an oder auch „Ninja Will Strike“ und „The Maze Of Polybius“. Alles flotte Nummern, bei denen vor allem die flotten Finger der Gitarristen überzeugen. Im Gegensatz zu AXXIS verzichten die Italiener auf den Einsatz von Keyboards und auf Chöre. Zum Durchschnaufen gibt’s auch keine klebrige Ballade, sondern ein ordentliches Instrumental („From The Abyss“).

Letztlich sind die neun Songs auf „Into The Maelstrom“ druckvoll und klar produziert, wissen mit einer starken und schnellen Gitarrenarbeit zu überzeugen und haben den ein oder anderen guten Moment, bei dem der geneigte Liebhaber von Power Metal der Marke AXXIS oder mit Abstrichen auch GAMMA RAY oder STRIKER mit dem Fuß mitwippen wird. So etwa auch bei dem vom Tempo her etwas aus der Rolle fallenden, weil langsameren „Fall After Fall“, das einer der wenigen Songs ist, der einen gut aufgebauten Refrains hat. Der überlange und sich immer weiter steigernde Song „The Ride Of Heroes“ könnte eigentlich der Höhepunkt sein mit tollen Doppel-Lead-Gitarren und auch sonst ein paar schönen Einfällen, sofern man über einen Malus hinwegschauen mag: Sänger Michelangelo Carano bemüht leider die völlig abgenudelte Phrase „Fly up to the sky“. Aufgrund mehrerer Wiederholungen fällt es aber wirklich schwer, darüber hinwegzuschauen und nicht genervt oder wahlweise amüsiert zu sein. Zum Glück gibt’s zum Abschluss noch das bretternde „Bridge Of Death“, bei dem HYPERION nochmal fröhlich abgehen.



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Tobias (16.04.2020)

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