VLAD IN TEARS - Dead Stories Of Forsaken Lovers

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VÖ: 14.02.2020
Bandinfo: VLAD IN TEARS
Genre: Dark Metal
Label: Echozone
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Lineup  |  Trackliste

Tote erzählen verbal keine Geschichten (auch visuell nicht, da bin ich mir fast sicher - der Seher). Auch vormals Liebende nicht. Also haben sich VLAD IN TEARS daran gemacht, Geschichten von Liebenden zu erzählen.

Auch wenn "We Die Together" an LORDI erinnert (zumindest im Intro), ist das gemeinsame Sterben zweier Liebender in ein positiv ausblickendes Klanggewand verpackt. Das Daseinsnegativum des Todes ist gepaart mit tongewordener Hoffnung auf ein Gemeinsam-Sein. Etwas Kitsch kann nicht schaden.

Rhythmisches Liebe-Machen (passend zum Cover dieses Albums) findet sich in "Tonite" wieder. Ein wechselhafter Sog unterschiedlicher Tempi.

Wie ein Phönix aus der Asche der gemachten Liebe (oh diese Phrasen) neugeboren auferstehen ("Born Again"). Auch wenn von einer brachial-wuchtig-stürmenden Natur, geht der Gesang vielfach im Powerchordbrei unter. Man achte jedoch auf das Zusammenspiel von Deutsch und Englisch.

Auf geht es zum prophetischen Regentanz ("Every Day It's Gonna Rain"). Wird hier ohrenscheinlich das Regenwetter nach einer einseitigen Trennung besungen, ist auch hier wiederum das Vokale eher verborgen hinter der Energie von Gitarren und Drums.

"Dead" lädt zunächst zum Kopfnicken ein und setzt sich in einer romantisch angehauchten Klanglandschaft fort. Menschen, die Musik von THE RASMUS mögen, sei dieser Titel empfohlen.

Romantisch-Düster geht es weiter mit "Sleep Lover Sleep". Ein Schlummerliedchen für eine geliebte Personen. Die sonore Stimme von KRIS VLAD fügt sich passend in die reduzierte Klanglandschaft ein. Wer entspannte Klänge mag, sollte hier mal reinhören.

Besonders hingewiesen sei auf "Heavy Rain", bei dem Piano-Klänge prägnant im Vordergrund stehen. Doch auch die Akustik-Versionen auf diesem Album kann man sich durchaus mal zu Gemüte führen.

 

Fazit: Die Liebe, das Romantische, sie kommen hier nicht zu kurz.

 



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Thomas Trüter (09.07.2020)

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