MUSTASCH - Killing It For Life

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VÖ: 24.04.2020
Bandinfo: MUSTASCH
Genre: Hard Rock
Label: Gain Music Entertainment
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Lineup  |  Trackliste

Irgendwas scheint bei der schwedischen Band MUSTASCH nicht zu stimmen: Das hier besprochene Album sollte bereits im vergangenen November veröffentlicht werden und es gingen damals auch an ein paar Metal-Fanzines Promos raus. Keine Ahnung, ob „Killing It For Life“ auf den Markt kam oder nicht und warum die Veröffentlichung nun auf den 24. April dieses Jahres datiert ist. Vom Label gibt’s dazu keine Infos.

Ist auch ziemlich egal, muss man leider sagen. Denn dieses Album mit einer mickrigen Spielzeit von 36:04 Minuten ist es nicht wert, dass man sich darüber einen Kopf macht. Das ist insofern überraschend, da MUSTASCH keine No-Name-Band ist, sondern eine Gruppe erfahrener Musiker (die Band wurde 1998 gegründet), die bereits einigen Erfolg verbuchen konnte mit diversen Chartplatzierungen und Preisen wie den Grammy in der Kategorie „Bester Hardrock“ 2008.

Für ihr 14. Studialbum (die EPs mit eingerechnet) ist den Herren aber offensichtlich nicht mehr allzu viel eingefallen. Hier und da eine ganz nette Idee wie die krachenden Gitarren im Zusammenspiel mit Sprechgesang beim Opener „Where Angels Fear To Tread“ oder wie beim besten Song „Ransacker“, wo fetzige Hard-Rock-Gitarren wunderbar mit dem abgehackten Sprechgesang von Ralf Gyllenhammer harmonieren. Zumindest dieser Track kann eine gewisse Rock-Stimmung vermitteln. Allerdings wirkt der Gesang leicht neben der Spur und hier und da etwas schief. Dieser Eindruck verstärkt sich bei der folgenden Halb-Ballade „Before A Grave“. An sich eine interessante Gesangsmelodie, die aber in der hier vorliegend intonierten Form wohl nur Fans von disharmonischem Geträller gefallen kann. Schad` drum. Neben der Spur gesungen ist ausgerechnet auch „Freddie Mercury", der Track ist zudem ziemlich uninspiriert. Noch schlimmer, weil langweiliger wird’s beim Instrumental „Go To Hell“.

„Blood In Blood Out“ hat zumindest ordentlich bratende Gitarren. Mehr aber auch nicht. „What Is Wrong“ versucht´s mit einer ordentlichen Prise Modernität und ja, die Gitarren braten wieder hübsch. Aber von einer Combo wie dieser, die Hard Rock mit modernen Stilelementen und hier und da Metal-Gitarren zockt, darf man ruhig auch ein paar Ohrwürmer oder verfängliche Hooks erwarten. Aber nöö, das Album plätschert an einem vorbei und lässt höchstens mal negativ aufhorchen durch den leicht schiefen und neben dem Takt liegenden Gesang. So auch bei der abschließenden Nummer „Garlic And Shots“: Eigentlich eine ganz nette Refrain-Idee wird durch den zu wenig dynamischen Gesang verwässert.



Bewertung: 2.5 / 5.0
Autor: Tobias (19.04.2020)

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