EPHEMERAL - VII

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VÖ: 20.10.2019
Bandinfo: EPHEMERAL
Genre: Melodic Death Metal
Label: Eigenproduktion
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Lineup  |  Trackliste

Die sieben Todsünden sind uns allen ein Begriff, ob man nun in diesem Glauben erzogen wurde oder nicht.

EPHEMERAL aus Thessaloniki (Griechenland) haben bei ihrer selbst finanzierten ersten EP diese Sünden herangezogen und sozusagen vertont:
Es beginnt mit "Luxuria", der Wollust – diese baut sich auf wie ein drohendes Unwetter und ebbt ab, ohne sich wirklich zu entladen, wie ein Sommergewitter das gerade noch vorbeizieht und der tiefschwarze Himmel klärt sich ohne zu halten was er versprochen hatte.
"Gula", die Völlerei, überzeugt da schon mehr. Mag sein, dass bei "Luxuria" schlicht der Gesang fehlte, jedenfalls ist das ein wesentlicherer Track, der auch hymnisch genug ist um im Ohr zu bleiben. Ebenso wie "Avaritia", die Habgier: wirkt in den ersten Sekunden sehr zerrissen, was sich aber schnell legt und in diesem Track hört man einen Hauch INSOMNIUM mitschwingen, was mir persönlich sehr gut gefällt. Nach dem eher nach Intro klingenden "Luxuria" mausern EPHEMERAL sich gehörig.
"Acedia", die Faulheit, funktioniert für mein Gehör wieder nicht so gut – vor allem die cleanen Vocals sagen mir absolut nicht zu.
"Ira", der Zorn und "Invidia", der Neid zeigen, dass EPHEMERAL und cleane Vocals doch auch ganz gut zusammen passen können – wenn auch nicht restlos überzeugend. "Superbia", der Hochmut, ist meine Lieblingsnummer – schon seit dem ersten Mal anhören. Vielleicht findet einfach jeder seine persönlichen Lieblingssünden auf diesem Album?

Fakt ist, EPHEMERAL sind persönlich super sympathische Musiker und zeigen vielversprechendes Potenzial. Mit ein wenig Feinschliff und Zuwendung ist da noch Großes möglich! Nebst ROTTING CHRIST ein Grund mehr, der griechischen Musikszene Aufmerksamkeit zu schenken.

Hier findet ihr EPHEMERAL auf soundcloud.

Riskiert ein Ohr - ihr werdet es nicht bereuen!



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Lee (08.04.2020)

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