SLAUGHTER MESSIAH - Cursed To The Pyre

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VÖ: 21.02.2020
Bandinfo: SLAUGHTER MESSIAH
Genre: Death / Thrash Metal
Label: High Roller Records
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits

Aus den spanischen Niederl...., äh, Belgien stammen die Dudes von SLAUGHTER MESSIAH und nageln uns mit "Cursed To The Pyre" das erste vollständige Album in ihrer knapp 12-jährigen Bandgeschichte ans Mitteilungsbrett of Steel. Thrash Metal als Fundament mit deutlichen Einfügungen von Black- und Death Metal steht auf dem Programm. 

Als Erstes erinnert mich "Cursed To The Pyre" an sehr alte KREATOR, der abgehackte Gesang von Lord Sabathan gemahnt massiv an einen jungen Mille, ab und zu kommt auch ein Schmier-artiger Oberton aus dem schön evil gestickten Metalhäkelteppich. Man darf aber nicht nur geraden Thrash Metal erwarten, die Belgier haben in den langen Songs gerne vertrackte Ecken und Kanten eingelagert. 

Jetzt kann man das Ganze anspruchsvoll, proggig, fordernd oder eine Herausforderung nennen, ein Album gar, welches Zeit braucht, um sich zu entwickeln, zu entfalten, all seine Geheimnisse preiszugeben. 

Kann man.

Oder man ist, so wie ich, gerne verwirrt, wenn ein Operation-Overlord-Vorbereitungs-Barrage-artiger Thrasher aus den Startboxen hechtet, mich, den Gehörnten preisend, auf die Knie zwingt, nur um dann in eine zweiminütige Passage abzudriften, die dem Song nicht viel Gutes tut, sondern ihn nur unnötig ausdehnt. Keine Frage, die Knaben haben Ideen, manchmal aber zu viele davon. Und manchmal zu viele davon in einem einzigen Song. 

Exemplarisch für die Sonnenseite (ähm ... ihr versteht) der Band darf ich hier den Höhepunkt des Albums, "Pyre", nennen, eine schöne Mischung aus pfeilschnellen Mitte-80er-Thrashern und zahnlockernden Midtempohämmern. Hier schafft man es über die gesamte Spielzeit des Songs, zwingend zu bleiben ohne mit großer Mühe einen "progressiven" Part einzuschweißen.

SLAUGHTER MESSIAH klingen am besten, wenn sie sich voll auf anno dazumal besinnen. Der Sound passt auch wunderbar in diese Schublade, authentisch aber nicht zu trve. 

Insgesamt wird hier aber ein wenig zu viel gewollt, das Album macht als Ganzes wenig Sinn, sondern hört sich bisweilen wie eine stählerne Gemengelage an. Das hätte man auch einfacher machen können.

 



Bewertung: 2.5 / 5.0
Autor: Christian Wiederwald (16.04.2020)

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