OBLIVION GATE - Wisdom Of The Grave

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VÖ: 16.04.2020
Bandinfo: OBLIVION GATE
Genre: Doom Metal
Label: Eigenproduktion
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Lineup  |  Trackliste

Das finnische Ein-Mann-Projekt OBLIVION GATE hat gerade sein erstes Full length Album "Wisdom Of the Grave" veröffentlicht, in Wirklichkeit handelt es sich aber um eine Neuauflage der 2019 erschienen gleichnamigen EP mit zwei zusätzlichen Songs darauf. Der Mann hinter OBLIVION GATE ist aber kein gänzlich Unbekannter, "Matron Thorn" betreibt zahlreiche Projekte wie zum Beispiel AEVANGELIST und BENIGHTED IN SODOM und vorweg sei gesagt, wer den Sound der beiden Bands mag, könnte sich auch hiermit eventuell wohlfühlen.

In der Selbstbeschreibung ist von Funeral Doom und Black Metal die Rede, doch von der niederschmetternden, dichten Atmosphäre und dem fetten Sound, die typisch für Funeral Doom wären, ist aber weit und breit nichts zu hören. Unter anderem liegt das Nicht-Zustandekommen von Atmosphäre an den nicht enden wollenden, fast schon bis zur Nervigkeit getriebenen Taktspielerein an den Drums und den ständigen abrupten Rythmuswechseln. Um den Black Metal in der Aufnahme zu enttarnen muss man schon sehr genau suchen, höchstens bei den Blast-Beat-Parts kann man sich das noch ein bisschen einreden. Vielmehr handelt es sich hierbei um einen düsteren Mix aus Dark Ambiant, Industrial, Darksynth und Darkwave der großzügig mit Synthies unterlegt wurde und in dem Nichts so richtig zur Geltung kommt. Die als gequält gedachten Clean Vocals sind für mich tatsächlich einfach nur quälend in ihrer monotonen, disharmonischen Darbietung.

Das Album ist von Anfang bis Ende extrem sperrig und ich finde es über große Strecken sehr anstrengend zu hören. Die Songs unterscheiden sich nur sehr unwesentlich voneinander, was man bestenfalls als Homogenität interpretieren könnte, schlechtesten Fall ist "Wisdom Of the Grave" aber einfach nur sehr langweilig. Für mich ist es leider ein verzichtbares Release, vor allem da AEVANGELIST etwas sehr Ähnliches macht, nur für meinen Geschmack noch etwas besser. Ich will es jedenfalls nicht nochmal hören.

 



Bewertung: 1.5 / 5.0
Autor: Marlene Krempl (20.04.2020)

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