DYSSIDIA - Costly Signals

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VÖ: 27.03.2020
Bandinfo: DYSSIDIA
Genre: Progressive Metal
Label: Eigenproduktion
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Lineup  |  Trackliste

“Costly Signals” ist das Debüt der Australier DYSSIDIA (wobei die Jungs in den zehn Jahren ihres Bestehens immerhin drei EPs vorher rausgehauen haben) – und das hat es ziemlich in sich! Vor allem die ersten zwei Drittel der Scheibe können absolut mit diversen Prog-Größen mithalten (bevor sich dann gegen Ende ein paar Längen einschleichen).

Die Musik von DYSSIDIA zu beschreiben fällt zunächst auch gar nicht leicht – zu abwechslungsreich und vielfältig sind die zehn Songs auf „Costly Signals“. So hör man beim Opener „Thrive“ mit seinen schräg-lässigen Riffs und recht scharfen Vocals ganz viel SADIST heraus (und einen leichten „Star Wars“-Unterton bei der Keyboard-Untermalung). Beim hektischen „Infinitesimal“ wird man hingegen öfter mal an SIKTH oder DESTRAGE erinnert, während „Arrival“ mit seinem Mix aus majestätisch-ruhigen, verspielten und härteren Momenten stark an HAKEN erinnert.

Und andere Songs wie „The Gutted Stag“ mit seinem abgehackten Groove, „Good Grief“ mit dem Wechselspiel aus Jazz-Saxophon, funky Bass und vertrackter Rhythmik oder „Bloodrush“ (wo am Ende das Tempo herrlich angezogen wird) können auch definitiv überzeugen. Eingerahmt wird das Ganze von einem ordentlichen Schuss Alternative Metal in Richtung COHEED&CAMBRIA, vor allem den immer wieder auftauchenden Ohrwurm-Refrains und auch den teilweise hohen Vocals geschuldet.

Zusätzlich zur ganzen instrumentalen Craziness haben DYSSIDIA nämlich mit Mitch Brackman einen Sänger an Bord, der (fast) alle Stückeln spielt – von Growls über cleanen Gesang (von tief bis hoch), Geschrei und vieles mehr. Wobei sich an dem teilweise schon sehr theatralischen Stil wohl die Geister scheiden werden (und bei den kraftvolleren cleanen Parts geht dann ein bisschen der Druck aus – an offensichtliche Vorbilder wie Warrel Dane kommt der gute Mann nicht heran).

Mit „Costly Signals“ haben DYSSIDIA aber auf jeden Fall ein ganz starkes Debüt am Start, und man darf hoffen, dass die Jungs in den nächsten zehn Jahren ein paar Full-Length-Alben statt EPs herausbringen.



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Luka (23.04.2020)

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