BLIZZEN - World In Chains

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VÖ: 24.04.2020
Bandinfo: BLIZZEN
Genre: Heavy Metal
Label: Pure Steel Records
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Lineup  |  Trackliste

Vier Jahre nach ihrem Debüt „Genesis Reversed“ melden sich BLIZZEN aus Mittelhessen zurück. Die Band wurde 2014 gegründet und spielt Heavy Metal/Speed Metal der klassischen Art. Ihr Label Pure Steel Records feiert „Die Jungs von BLIZZEN...“, denn sie „haben sich seit ihrer Debüt-EP „Time Machine“ aus dem Jahre 2015 im europäischen Underground den Ruf als einer der führenden Vertreter der „New Wave Of Traditional Heavy Metal“ erspielt“. Mit dem neuen Album gelingt es der Band hoffentlich, sich auch außerhalb des Undergrounds einen Namen zu machen.
Das Artwork von „World In Chains“ gibt zwar den Titel wieder, ist jetzt aber nicht besonders herausragend.

Man bleibt beim altbewährten Rezept des letzten Albums. Wieder startet man mit einem ruhigen Intro, bevor die geballte Speed Metal Breitseite mit „Gates Of Hell“ loslegt (Balladen sucht man hier vergebens). Das Debüt war ja schon recht amtlich, schon die ersten Stücke „Gates Of Hell“ und „Forged With Evil“ zeigen, dass alles was damals schon gut war wieder da ist. Dazu gehört die tolle  Gitarrenarbeit, die man bei allen Songs findet. „Gravity Remains“ ist eines der Highlights von „Worls In Chains“, tolle Melodie, ein ausgezeichnetes ausgedehntes Gitarrensolo und man merkt, dass sich die Vocals seit „Genesis Reversed“ verbessert haben. Zwar ist Daniel „Stecki“ Steckenmesser kein Dan Cleary (STRIKER) oder Olof Wikstrand (ENFORCER), aber es scheint jetzt mehr Variation in seiner Stimme zu sein.

„Whoooom!“ Aber auch die Produktion und Songs selbst sind ausgefeilter. So beginnt etwa „World In Chains“ beginnt mit einer Explosion und Ketten rasseln, die dem Song einem netten Touch verleihen. Oder auch „Serial Killer“, diese Nummer beginnt mit einem Charles Manson Zitat: "Believe me, if I started murdering people there'd be none of you left". („Glaubt mir, wenn ich anfangen würde Menschen zu ermorden, wäre keiner von euch übrig.“) Es geht in dem Lied aber nicht um Manson, sondern einen Serienmörder, der in der Nacht umherfährt, auf der Suche nach seinem nächsten Opfer. Das man den Lyrics auch Beachtung schenken sollte, davon zeugt auch „Paradise Awaits“, wobei religiöse Fanatiker vermutlich wohl weniger zur Zielgruppe dieser Musik zählen. Zudem wartet der Song wieder mit einem feinen Solo auf. An dem Punkt sollte man erwähnen, dass auch die Rhythmussektion einen sehr guten Job auf dem Album macht. Einen winzigen Tick langsamer, aber dafür auch im Sound „schmutziger“ wird es bei „Lust“, bevor beim letzten Song, „Forsaken Soul“, nochmal ordentlich Tempo gemacht wird.



„Aufgenommen wurde das Album von Markus Nöthen in den Koblenzer Airstream Studios und bei dem Mix wurde zusätzlich EVIL INVADERS-Gitarrist Max Maxheim hinzugezogen.“
BLIZZEN sind zwar (noch) nicht in einer Liga mit ENFORCER oder STRIKER, aber können durchaus mit anderen namhaften Bands der New Wave of Traditional Heavy Metal, wie CAULDRON oder HAUNT, mithalten.



Bewertung: 4.5 / 5.0
Autor: Brigitte Simon (18.05.2020)

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