ILLUMISHADE - Eclyptic: Wake Of Shadows

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VÖ: 15.05.2020
Bandinfo: ILLUMISHADE
Genre: Symphonic Metal
Label: Eigenproduktion
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Lineup  |  Trackliste

ECLYPTIC: „Wake of Shadows“ ist das Debütalbum der Symphonic  Metal Band ILLUMISHADE aus der Schweiz und spiegelt die Hingabe der Musiker für große symphonische Einsätze und soundtrackartige Klangspielereien wider. Für den Gesang ist die charmante Fabienne Ernie, die einige von ELUVEITIE kennen dürften, verantwortlich. Sie ist nicht nur optisch ein großer Pluspunkt für die Band, sie besticht vor allem mit grandiosen, sehr betörenden, aber nie nervenden Gesang. Kommen wir nun kurz zum Konzept der Cd. ILLUMISHADE leben in einer magischen Welt, jedes Bandmitglied stellt einen der Stämme dar, die ich kurz beschreiben  möchte.

Hallusia - sind die Hüter von Tag und Nacht.
Faves - besitzen eine gute Menschenkenntnis und haben die Fähigkeit zu zaubern.
Yagun - sind die Hüter der Erinnerung und der Stamm der Dunkelheit.
Vaiyna - sind der Tüftlerstamm, die Wissenschaftler, Bauherren und Forscher.
Teshay - sind die Gestaltwandler ohne Geschlechter. Sie können sich in jedes Wesen verwandeln.
Es  geht  bei der Geschichte um das  Ende der Welt, denn scheinbar ist der magische Kristall zerstört worden. Die Welt, kann aber nur existieren, wenn das Herz der Erde, in diesem Fall der magische Kristall, nicht zerstört wird. Um diesen zu schützen wurde aus jedem der fünf Stämme ein Schutzgott, also einer der Musiker, auserkoren, Teil der Illumi zu werden, um den drohenden Untergang abzuwenden.  Sängerin Fabienne  ist der Guardian und zusammen sind ILLUMISHADE die Illumi. Ob die Welt von den auserwählten Schutzgöttern noch gerettet werden kann, wird euch auf dieser Cd in einer atemberaubenden Geschichte erzählt.  


Die Grundcharakteristika der Band sind der sehr orchestrale symphonische Sound, geschmückt mit treibendem Riffing, fettem Bombast und himmlischen, melodischen Refrains. Von packender Epik in „Tales Of Time“ oder das mit Proganleihen angereicherte „Crystal Silence“, dem grandios vorgetragenen „Muse Of Unknown Forces“ bis hin zum großartigen Finale „World‘s End“ bietet das Album eine leidenschaftliche musikalische Reise durch majestätische Klanglandschaften. Vor allem bei „Rise“ zieht die Band alle Register ihres Könnens: tolles Songwriting, mächtige Chöre, interessante Wendungen, super Gitarrenarbeit von ELUVEITIE Klampfer Jonas Wolf und Tempowechsel, hier stimmt alles! Die Gesangsleistung bei diesem Track ist einfach nur unglaublich, so verträumt -melancholisch aber auch sehr emotional, dass einem fast die Tränen kommen. Die hübsche Schweizerin demonstriert hier auf beeindruckende Weise, wie sie technisch höchst anspruchsvolle Passagen mit scheinbarer Leichtigkeit meistert. „What Have I  Become“ bietet uns einen fast schon majestätischen Touch, baut sich erst mit Bedacht auf, um im Chorus dann ein wahres Feuerwerk zu entfachen. Generell findet sich auf dem Album eine extrem gute Mischung aus theatralischen Nummern und einigen härteren Songs,  dazwischen gibt es immer wieder sehr gute eingestreute  Intrumentalparts, die perfekt ins Konzept der Scheibe passen. 

Es sind auch immer wieder Parallelen zu BEYOND THE BLACK, XANDRIA, DELAIN aber auch DREAM THEATER erkennbar, obwohl die Truppe aus der Schweiz ihren ganz eigenen Charme hat. Jeder Track sprüht wahrlich vor Ideenreichtum und es ist letztlich ein wirklich sinnliches Vergnügen, diesem Album zu lauschen. Die Songs sind vielschichtig und mit feinen Nuancen und Facetten ausgestattet, die genaueres und vor allem mehrmaliges Reinhören erfordern. Das Album entwickelt sich nämlich von Durchgang zu Durchgang zu einer Perle, die ihresgleichen sucht. Von bloßer Abkupferei ist man aber weit entfernt, die Qualität und immense Kreativität spürt man bei allen Songs. Hier wurde ein toller Job verrichtet und es müsste schon sehr blöd laufen, wenn sie es nicht schaffen würden, die Fans mit ihrer brillanten Musik zu überzeugen. Die Band ist ideenreicher und perfekter als so mancher arrivierter Act und somit ein absoluter Leckerbissen für Metalfans. Aber für mich sind die Schweizer in vielerlei Hinsicht ein leuchtendes Beispiel in Sachen musikalischer Vielfalt. So nun lasset die metallischen Festspiele beginnen und hört euch diese exquisiten musikalischen Kreationen an. Absoluter Hochgenuss und von mir gibt es fünf magische Sterne.

 



Bewertung: 5.0 / 5.0
Autor: manfred (13.06.2020)

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