HIGH GRAIN - Demo EP

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VÖ: 05.03.2020
Bandinfo: HIGH GRAIN
Genre: Stoner Rock
Label: Eigenproduktion
Hören & Kaufen: Amazon
Lineup  |  Trackliste

Arbeiten wir das ganze Elend mal komplett auf...

Aaaalso: Früher war die Welt noch in Ordnung...

Eingehende Whatsapp von Hotmausi24: "Wann soll das gewesen sein, Atze? Ick feier mein Leben jetze!"

Stormbringer-Mediaoperator: "Hallo Hotmausi24, man nannte es beispielsweise "Neunzehnhundertzweiundneunzig", oder wenn man das Datum oben rechts ins Heft schreiben musste "1992", was platzsparender war."

Eingehende Whatsapp von Chayachecker4life: "Bruder, schwööör!"

Stormbringer-Mediaoperator: "Doch, doch, lieber Chayachecker4life. Ich habe das nicht erfunden! 1992 gab es Waynes World und Headbangers Ball und Beavis & Butthead ging in die Produktionsphase! Zu diesem Zeitpunkt waren GUNS N´ ROSES, IRON MAIDEN und ALICE IN CHAINS nicht nur gleichzeitig überaus erfolgreich, sondern auch noch jung und agil - und diese Bands haben damals nicht irgendwelche Opas im Altersheim gehört, sondern euer Papa, live im Stadion, mit eurer Mutter an der einen Hand, während er sich mit der anderen ´ne Pulle Bier an die Zähne führte, um an ihnen den Deckel abzuhebeln. Ja, ja... So war das."

RRRRRRRRING RRRRRRRRRING

Stormbringer-Mediaoperator: "Oh, das Telefon macht Geräusche. Hoffentlich verstört das unsere Zuschauer im Live-Stream nicht zu sehr! Sie denken vielleicht, dass das ein krampfender Otter, oder so etwas in der Art ist..."

RRRRRRRRING RRRRRRRRRING

Stormbringer-Mediaoperator: (Ich gehe mal lieber ran. Telefonate sind die Tage rar geworden...) "Stormbringer - The Austrian Heavyzine, es begrüßt Sie recht herzlich Ihr Redakteur Hadr-..."

Der Chef: "Alex hier! OIDA, LABER NICHT, LIEFER AB! Die Band heißt HIGH GRAIN, kommt aus Deutschland, macht Stoner-Doom und hat ihre erste EP rausgebracht! Die sollst du hier seriös rezensieren!!"

KLACK! TUUUUT TUUUUT...

Stormbringer-Mediaoperator: "Äh, Cheffe... Was für eine Überraschung... Bist du noch dran?"

TUUUUT TUUUUT....

Stormbringer-Mediaoperator: Also gut, kürzen wir diese Abhandlung ein klein wenig ab. Was eurer demütiger Redakteur euch sagen wollte ist, dass, falls Ihr den oberen Teil dieser Rezension ohne zu googeln verstanden habt, ihr nicht in Melancholie zu ersticken braucht. Im großen weiten Web entdeckt man früher oder später, soweit man beharrlich recherchiert, die kleinen, feinen Bands wie HIGH GRAIN. Diese wirkt nämlich auf der einen Seite wie aus vergangenen Zeiten, auf der anderen aber erfrischend und kurzweilig. Nein, ich meine nicht, dass sie mit den oben genannten Bands konkurrieren könnte oder zu vergleichen ist. Ich meine, dass HIGH GRAIN echt, authentisch und erdig klingen. Im stillen Kämmerlein kann man sich gerne zwischen den wuchtig doomigen Sounds die Mühe machen, die Lyrics herauszufiltern, aufzuschreiben und darüber zu sinnieren, oder man deckt sich mit Bölkstoff und Substanzen ein und knattert endlich mal wieder seine(n) Lebensabschnittsgefährtin/Lebensabschnittsgefährten durch, als wäre es 1992.

Wenn Ihr auf den Flow von HIGH GRAIN gekommen seid, was bei dieser schönen EP gar nicht schwer fällt, werdet ihr automatisch die Batiktücher wie einen Gebetsteppich ausrollen und dem Herrn danken, dass es noch ein paar standhafte Mitstreiter für wa(h)re Musik gibt.

Zaghafte Zweifler werden nicht von drei Punkten in der Wertung abrücken können, wohingegen Lendenakrobaten, die auf den rechten Flow beim Liebemachen wertlegen, auf vier Punkten bestehen.

Das ergibt in der Diplomatiefusion dreieinhalb Punkte.

Hier bestellen!

Der Höhepunkt in allen Belangen, das herrliche "Queen of Green"!

Der Gänsehauteinstieg "Ra"!



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Daniel Hadrovic (14.06.2020)

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