Lord Belial - Revelation (The 7th Seal)

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VÖ: 27.04.2007
Bandinfo: Lord Belial
Genre: Black Metal
Label: Regain Records
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits

Schon ihr siebtes Studioalbum werfen die Schweden rund um die Gebrüder Backelin in die Schlacht – mit Regain Records hat man nun (endlich) einen sicheren Hafen gefunden der die Auswüchse der Schwarzheimer auch in Timbuktu und Entenhausen erhältlich macht .. diverse unfähige Labels in der Vergangenheit machten eine grösseren Bekanntheitsgrad nahezu unmöglich bzw. sorgten für endlose Releaseverzögerungen und kaum Tourangebote…

Nachdem diese Mängel wohl der Vergangenheit angehören und auch „Papa“ Pepa (der auch noch bei VASSAGO sein Unwesen treibt !) wieder zum festen LineUp gehört machte man sich vergangen August an die Aufnahmen des neuen Werkes „Revelation (The 7th Seal)“ – erneut unter der Obhut von Andy LaRoque entstanden dabei – nebst kurzem Intro und längerem Outro - Neun Tracks; und das in nur 14 Tagen! Womit wir auch gleich beim Schwachpunkt des Albums wären – der Sound ist zwar angenehm klar und differenziert; aber auch etwas druck- und aggressionslos – so verhallen die Uptemponummern mit einem leicht saurem Nachgeschmack beim Hörer; definitiv ein Schwachpunkt dieser CD den es in Zukunft auszumerzen gilt!

Geschwindigkeitsmässig hat man sich gegenüber „The Seal of Belial“ oder „Nocturnal Beast“ deutlich aus dem Fenster gelehnt - war auf den genannten Vorgängern noch die pechschwarze, doomige Atmosphäre von Lord Belial im Vordergrund so geht es nun zumeist im treibenden Tempo durch die etwas kürzeren, strafferen Tracks;
Melancholische Riffs als auch Solis, deren Ursprung leicht an die 90er Phase von diversen NoFashion-Bands (Unanimated, The Moaning) angelehnt sind, bahnen sich - unterbrochen durch kurze Akustikparts und diverse cleane Gesangparts(!) – den Weg durch die kühle Songästhetik; nichtzuletzt durch ähnlich gelagertes Songwriting erinnert das neue Machwerk hin und wieder auch an das Debüt „Kiss the Goat“ von 1995… Dass auch weniger rasende Klänge Entzücken verursachen können beweisen Tracks wie „Vile Intervention“ (leichte Keyboardeinsprengsel, Akustikbreaks und verschlepptes Tempo) oder das originell-melodiöse „Gateway to Oblivion“ - da passen sowohl Songwriting als auch die bedrohlich-düstere Aura der Kompositionen hervorragend zum Albumtitel!

Auffällig ist auch dass die Platte vor allem in Hälfte Eins speedige, kurze Brecher bietet, bei fortgeschrittener Spieldauer jedoch immer öfter das Tempo rausnimmt und auch melodiöser & verspielter zu Werke geht – Absicht oder Zufall?

Komplett verschwunden sind hingegen lange, ausufernde Songs oder diverse – an Iron Maiden und Konsorten - angelehnte Riffs die vor allem das Klassewerk „Enter the Moonlight Gate“ auszeichneten; dafür gibt’s – wie erwähnt – mehr Schlagzeugsperrfeuer und einen angenehm, krächzigen Gesang der weder zu soft noch zu brutal aus den Boxen tönt - wie eben die gesamte Platte allgemein…

Genrefreunde sollten / dürfen „Revelation“ ruhig mal anchecken ! Mir persönlich ist das (dennoch solide) Werk eine Spur zu konventionell bzw. zu bieder ausgefallen…



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: PMH (27.04.2007)

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