BLACK KNIGHT - Road To Victory

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VÖ: 26.06.2020
Bandinfo: BLACK KNIGHT
Genre: Heavy Metal
Label: Pure Steel Records
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits  |  Trivia

Wow! Da haben sich Pure Steel Records ja wirklich eine super spannende Band ins Line Up geholt. Die Niederländer BLACK KNIGHT gehören sicher zu den zehn Bands mit der langsamsten Veröffentlichungsfolge ihrer Alben. Bereits 1982 gegründet, ließen die schwarzen Ritter (übrigens nicht zu verwechseln mit den kanadischen, aber ebenso empfehlenswerten BLACK KNIGHT) sich schlappe 16 Jahre (!!!) Zeit, ehe sie 1998 endlich ihr Debütalbum "Tales from the Darkside" veröffentlichten. Klassischer Achtziger Jahre Heavy Metal war die Spielwiese von BLACK KNIGHT und der erste Longplayer wusste durchweg zu gefallen.

Aber danach sollten weitere neun Jahre ins Land gehen, ehe mit "The Beast Inside" Album Nummer zwei veröffentlicht wurde. Leider war ein Jahr später (2008) erst einmal Schluss mit lustig, bzw. mit BLACK KNIGHT. Die Band löste sich auf und es sollte bis 2012 dauern, ehe das einzig verbliebene Gründungsmitglied, Schlagzeuger Rudo Plooy, eine neue Crew um sich scharte, um noch einmal durchzustarten. Doch (um den bisherigen Schnitt nicht zu versauen?) bis zur Geburt des aktuellen dritten Studioalbums sollten (gerechnet vom Release des Zweitwerkes) abermals acht Jahre ins Land ziehen. Stellt sich die Frage: Hat sich dieser späte dritte Versuch tatsächlich gelohnt?

Die Frage kann mit einem klaren "JA" beantwortet werden! "Road To Victory" ist ein kraftstrotzender, herrlich oldschooliger und doch zugleich richtig frischer Output geworden. Bereits der Opener und Titeltrack mit seiner großartigen Hookline, den tollen Twin Leads (leichte IRON MAIDEN Anleihen sind nicht zu überhören) und der intensiven Stimme von Sänger David Marcelis machen direkt Lust auf mehr. "Pendragon" und "Thousand Faces" sind eine einzige Hommage an HAMMERFALL, treibend und mitreißend. In "My Beautiful Daughters" und "Primal Power" erreicht David stimmlich phasenweise bestes Rob-Halford-Niveau. "Crossing the Rubicon" tönt majestätisch episch aus den Boxen. Und "The One To Blame", die extra für dieses Album aufpolierte Demo-Nummer aus dem Jahr 1986, ist ein würdiger Album-Closer.

Zur inhaltlichen Qualität kommt eine ungemein fette Produktion, die "Road To Victory" die nötige Heavyness verleiht. 

Fazit: 

Im 38. Jahr ihres Bestehens und reichlich zwei Jahrzehnte nach ihrem Debüt wollen BLACK KNIGHT es noch mal wissen und hauen ein erstklassiges Heavy Metal Album raus, das über die gesamte Laufzeit überzeugen kann. Bleibt den Jungs zu wünschen, dass "Road To Victory" die schwarzen Ritter nach all den Jahren doch noch auf die Straße des Erfolges führen wird.



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Ernst Lustig (25.06.2020)

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