BABY ELEPHANT AND THE HORSE - Aristocrats

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VÖ: 12.02.2020
Bandinfo: BABY ELEPHANT AND THE HORSE
Genre: Doom Metal
Label: SO HIGH RECORDS
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Lineup  |  Trackliste

anorectal problems,

colorectal cancer,

all kinds of diseases,

serve them as I please

 

tearing ass apart

pain with every fart

i am Hemodrrhoid

-Hemodrrhoid-

 

Sehr geehrte Leser,

ich möchte diesem Review einen Namen geben. Es heißt: "Mama, was hören wir da gerade? - Keine Ahnung, Sohnemann, aber ich wünschte, sie hätten das Album ARISTOCATS statt ARISTOCRATS GENANNT!"

Nein, Reviews brauchen keine eigenständigen Titel, aber die Band heißt nun mal BABY ELEPHANT AND THE HORSE und bei der Flut an Doom- und Psychedelic-Bands, die eine gewisse Affinität zu Rüsseltieren durchscheinen lässt, gehen eurem tief demütigen Stormbringer-Droog langsam die Elefantenwitze aus. Das wäre also geklärt und wir kommen endlich zum kürzlich erschienenen dritten Klangkonstrukt dieser interessanten Band aus Polen. Wir brauchen gar nicht lange drumherum zu reden: Sie haben in das gerade einmal 29:46 Minuten lange Album eine gewisse Bösartigkeit und auch einen Schuss Humor gepackt. Als Anspieltipp sei allein Song Nummer 4, "Hemodrroid", genannt, dessen Lyrics auf Bandcamp gelistet sind, während man sich beim Rest die Texte selbst raushören und aufschreiben muss. Bei den schrägen Sounds und tiefgründigen Themen kann das mit Freunden sogar zu einer ziemlich lustigen Angelegenheit werden.

Dafür, dass der ganze Spuk so schnell überstanden ist, bieten die Polen auf jeden Fall großen Unterhaltungswert. Die Songs auf "Aristocrats" vermitteln dem Hörer, BABY ELEPHANT AND THE HORSE würden etwas im Schilde führen. 1985 entgegnete Klaus Kinski im Schweizer Fernsehen dem Moderator Kurt Aeschbacher: "Ist das ein Trick, oder was? Wenn es ein Trick ist, dann bin ich clever! Okay? Wir müssen uns nur einigen!"

Es gibt Dinge zu entdecken: Manchmal klingt eine Stelle und das Stimmchen für die Dauer einer Sekunde nach 80er Thrash, zudem wird das Schlagzeug nicht behämmert, sondern ausgepeitscht, irgendwo wird jemand zerstückelt... Verschiedene Einflüsse können einer Band ein größeres Publikum erschließen, wenn man sie richtig miteinander vermengt. Weitere Zutaten könnt ihr weiter unten gerne selbst herausschmecken, aber ich verrate nicht zu viel, wenn ich sage, Rosins Testesser verwenden auch gern mal die Formulierung, es sei "auf den Punkt gegart", während sie in der Ente rumstochern.

Mit diesen Worten schließe ich auch schon ab, schließlich soll die benötigte Lesedauer des Artikels nicht die Gesamtlänge des Albums überschreiten.



Bewertung: 3.0 / 5.0
Autor: Daniel Hadrovic (30.06.2020)

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