Marduk - Rom 5:12

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VÖ: 27.04.2007
Bandinfo: MARDUK
Genre: Black Metal
Label: Regain Records
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits

Angelehnt an eine Bibelstelle (Römerbrief - Kapitel 5, Zeile 12) bietet das Zehnte Studioalbum (die zahllosen Liveprodukte und MCDs mal ausgeklammert) von Marduk einmal mehr Black Metal in Reinform – hasserfüllt, pechschwarz und absolut negativ präsentieren die finsteren Schergen anno 2007 ihr wohl ausgereiftestes und abwechslungsreichstes Werk ever!

Schon der Midtempo-Opener „The Levelling Dust“ bietet – nebst einem kraftvollem, brutalem und schön kratzigem Sound – Auffälligkeiten ohne Ende: filigrane Riffs, bessessene Dämonenvocals von Mortuus und punktgenaues, breakreiches Drumming – nur keine Blastsalven! Diese kommen dann in Form von „Cold Mouth Prayer“, „Through the Belly of Damnation“ oder „Vanity of Vanities“ umso heftiger in den Gehörgang geschossen – auf diesen Tracks gibt’s geradlinige, jenseits der 200bpm-Marke agierende Parts ohne Ende!!

Waren Marduk in der Vergangenheit (nebst unzähligen Livegigs an jeder möglichen Steckdose) dafür bekannt mit „High Speed“ durch die Christengemeinde zu pflügen, so werfen sie nun auch zeitweise den Anker aus um die Abgründe der menschlichen Seele zu durchbohren – dass dabei einige der interessantesten Songs der Bandgeschichte herausgekommen sind zeigen die 4 bösen Buben u.a. bei „1651“ (der nur aus Industrial-artigen Samples und Mortuus Gekrächze besteht & absolut DÜSTER rüberkommt !), dem doomig-verspielten Longtrack „Imago Mortis“ oder beim Anspieltipp „Accuser / Opposer“ (bei dem sich nicht nur Primordial-Fronter Alan Averill auszeichnet!) – allesamt oberamtliche Schwarzmetallattacken die Marduk 2007 vorallem spieltechnisch und musikalisch gereift präsentieren!

Die Mischung aus aggressiven Hassattacken und einer neuerdings doomigen, schleifenden Seite erzeugen beim Hörer genau das Bild das Marduk beim Komponieren wohl im Sinn hatten – eine (Sound)Orgie der Gewalt, der Todessehnsucht, der Hoffnungslosigkeit und des Niederganges!

Zum Ende hin gehen dem Album zwar die Ideen aus -„Voices from Avignon“ bietet lediglich Marduksche Standardware - nichtsdestotrotz kann ich „Rom 5:12“ (trotzdem) jedem Blackie ans schwarze Herz legen und den Jungs die beste Platte seit langer Zeit bescheinigen ... auch wenn das Coverartwork schon irgendwie (unfreiwillig) lustig ist & die eingestreuten Choralgesänge auf Dauer nerven ...



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: PMH (27.04.2007)

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