DYLEM - Eye Of The Storm

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VÖ: 20.03.2020
Bandinfo: DYLEM
Genre: Symphonic Metal
Label: 7hard
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Lineup  |  Trackliste

Melody Dylem war kreativer Kopf der Symphonic Metal-Truppe ELFERA, ehe sie nach neuen Wegen strebte und sich nun mit der EP "Eye Of The Storm" ihr eigenes Solo-Projekt gestaltete und an die Öffentlichkeit trug. Dabei mischt sie sehr wiedererkennungsfähige, zum Teil auch recht zarte Melodien mit einfachem, aber catchy Rock/Metal-Instrumentarium oder zeigt die Tragweite ihrer Stimme in ausgesprochen ausladenden balladesquen Songs. 

Fast schon chartlastig kommen vor allem die langsamen Songs daher, doch durchaus hervorzuheben ist Melody DYLEMs klischeefreie, klare und gerade Stimme, die tatsächlich den Mittelpunkt auf dem Release "Eye Of The Storm" und somit den absoluten Kern der Kompositionen darstellt. Generell misst sie dem getragenen, teils fast schon spährischen und schwebend-treibenden Repertoire auf der 5-Track-Scheibe mehr Bedeutung zu.

Nach dem noch etwas allgemein gehaltenen Intro "Storm" folgt mit "The Eye Of The Storm" die Kernnummer der EP und gleichzeitig auch die kraftvollste, rockigste Nummer. Mit klarer Ansage, eingängigen Melodien und angepasster Keyboard-Unterstützung rückt sofort die geradlinige Singstimme in den Vordergrund, die im Refrain auch beweist, dass sie im Gegensatz zu den sonst oft sehr sanften Anfängen ganz gut Power hat, ohne dabei über die eigenen Kapazitäten drücken zu müssen. "See You" setzt dann auf Vollentschleunigung und schlägt als zarte Vollballade ein. Der Track vermittelt ein wenig den Eindruck eines Herz-Schmerz-Songs, der aus einem Anfang 90er-Jahre Romance-Film entsprungen ist und somit schon wieder einigen Nostalgie-Charakter mitbringt. "Can´t Take Anymore" bleibt in der Gangart ruhig, addiert nun aber einen angenehmen Rock-Refrain, der auf ein schön fließendes, aber nicht herausstechendenes Musik-Werk aufgebaut ist. Abschließend outet sich dann "Far Beyond" als die abwechslungsreichste Nummer. Anfangs beinahe an eine AMY LEE-Komposition erinnernd, bleibt der Song eher im rockigen Midtempo-Bereich, kommt aber durch diverse Rhythmuswechsel nie ganz zum Stillstand und dreht dann gegen Mitte doch noch ein wenig in Richtung Experimentierfreudigkeit auf, ehe der Song wieder zu den ursprünglichen Anfängen zurück findet. Hier stellt sich auch am klarsten heraus, dass der zum Teil hinter den Vocals versteckte "Soundteppich" doch aus einiger Versiertheit besteht. 

Schlussendlich kann man von der EP von DYLEM nichts Großartiges oder Herausragendes erwarten, wird aber auf jeden Fall mit guter Musik bedient. Man wird auf einem recht gemütlichen Niveau gut unterhalten und gleichzeitig mit einer wirklich schönen, aber nicht spektakulären und überbordenden Stimme bedient. Schön gemacht und angenehm. 



Bewertung: 3.0 / 5.0
Autor: Lisi Ruetz (07.07.2020)

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