HUNGRY DAZE - Back To My Future

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VÖ: 15.04.2020
Bandinfo: HUNGRY DAZE
Genre: Hard Rock
Label: Diamonds Production
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Lineup  |  Trackliste

Bei dem Titel “Back To My Future” denkt man als Erstes an eines: einen Jungen mit Rettungsweste, einen verrückten Professor und einen DeLorean. Zwar hat das neue Album von HUNGRY DAZE teils ein gewisses 80s Feeling, aber irgendwie merkt man dann doch das Jahr 2015. Besonders der gleichnamige Title Track ist einfach besonders unauffällig. Leider lässt sich das auch über das Album sagen. Denn obwohl die meisten Songs stark starten, lassen sie innerhalb der ersten Minute rapide nach.  Und das liegt vor allem am Gesang: Die ruhige Stimme bewegt sich immer in der gleichen Lage. Man möchte dem Sänger Robby Bruccoleri zurufen, dass man schließlich nur außerhalb der Komfortzone wachsen kann. Besonders die zweite Hälfte des Albums ist einfach zu gleich. Wirkt das Ganze zu Anfang noch beruhigend, wünscht man sich dann doch etwas mehr Power.  

Die vorhandene Power kommt vor allem von der Gitarre, von der man sich teils noch ein bisschen mehr wünscht. Die universelle Sprache der Musik, die jeder versteht, im Gegensatz zur Sprache, dürfte gerne noch mehr in den Vordergrund treten und ihren Platz einfordern. Schließlich weckt gerade der zweite Song “Kiss Of Life” mit seinem Sound ein gewisses 80er Feeling. Nicht ganz dasselbe, wie der Name der Band vermuten lassen könnte, aber die ersten Sekunden vermitteln den gleichen Speed. Der lässt sich aber leider wieder nicht halten, im Gegensatz zum gleichnamigen Song von DEEP PURPLE. Da könnten sich HUNGRY DAZE etwas abschauen.  

Nicht überzeugend sind leider auch die Fade Outs einiger Songs. Mein Musiklehrer pflegte zu sagen: “Fade Outs werden vor allem verwendet, wenn man keinen richtigen Schluss für ein Lied schreiben kann oder will.” Leider entsteht hier genau dieser Eindruck – das Meiste hat man irgendwie schon mal gehört, kann es aber nicht so richtig zuordnen.  

Müsste man das Ganze mit einem Zurück in die Zukunft Film vergleichen wäre es wohl der Zweite der Reihe: Der Anfang ist spektakulär, man hört Doc Browns: “Straßen? Wo wir hinfahren, brauchen wir keine Straßen”, und freut sich auf das anstehende Abenteuer. Aber danach wird es irgendwie enttäuschend und verwirrend. Irgendwie hat sich Hill Dale nicht wirklich verändert und so kann auch “Back To My Future” nicht mit einer großen Überraschung oder einem großen Abenteuer aufwarten. Schade eigentlich, aber vielleicht gibt es ja ein neues Album, das uns in den Wilden Westen entführt?  



Bewertung: 3.0 / 5.0
Autor: Franziska Anson (10.07.2020)

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