ITALICUS CARNIFEX - Incide Your mind

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VÖ: 10.04.2020
Bandinfo: ITALICUS CARNIFEX
Genre: Thrash Metal
Label: Volcano Records
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Lineup  |  Trackliste

Fleisch ist ihre Spezialität, besonders Menschenfleisch. Die italienische Thrash Metalband ITALICUS CARNIFEX bringt ihre Faszination musikalisch zum Ausdruck und habt bereits das erste Werk vollendet. Im Debütalbum „Incide Your Mind“ geht es um die Gedankenwelt von Vergewaltigern, Neonazis und Schändern, die in derben Songtexten niedergeschrieben worden ist. Die Kombi mit aggressiven Hardcorevocals ist optimal, ob die Produktion gelungen ist, ist trotzdem fragwürdig. 

Gut gemischt klingt anders. Die Rhythmusgitarre von „Ebolution Z“  überschattet lautstärkemäßig den Rest der Band, weshalb die Leadgitarre im Gesamtsound untergeht. Ab und zu hört man ein paar interessante Gitarrenläufe aus den Boxen flüstern, die schnell wieder verstummen. In „Frycum Death“ spuckt Max (Gesang) das Gift ins Mikro. Die Verse passen zur Gitarre wie die Faust aufs Auge und hält den Circle Pit im Publikum auf Trapp. Mit dem krächzenden Geschrei gegen Ende setzt ITALICUS CARNIFEX noch einen drauf, um die Stimmung zur Eskalation zu treiben. „Sonraper“ ist ein plumper Titel, aber wenn der Songtext gut durchdacht ist, kann man ihn so stehen lassen. Leider ist das hier nicht der Fall, denn die Verse triefen vor banalen Phrasen wie „I will fucking rape his tiny ass, wahahaha his tiny ass.“  Max (Gesang) singt in „N.O.R.J.U.T.S.S.“ über eine furchtbare Geschichte von uniformierten Neonazis, die verständlich geschrieben ist, in der gesungenen Version jedoch komisch klingt. Die Betonungen der Silben macht der Sänger an seltsamen Stellen und tanzt rhythmisch aus der Reihe. 

Inhaltlich sind die Ideen gut, wären da nicht die merkwürdigen Betonungen und die teils banalen Texte. Der Gitarrist zaubert fetzige Riffs auf dem Griffbrett, in den Soloparts wirkt er unkonzentriert. Die brutale Thematik passt ideal zu ITALICUS CARNIFEX rohem Metalsound, es hätte trotzdem nicht geschadet ein paar Lieder zu überarbeiten.



Bewertung: 2.5 / 5.0
Autor: Julian Dürnberger (23.07.2020)

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