KATALEPSY - Terra Mortuus Est

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VÖ: 31.07.2020
Bandinfo: KATALEPSY
Genre: Brutal Death Metal
Label: Unique Leader Records
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits

Seit 2004 hacken sich die Moskauer Prügelknaben von KATALEPSY nun schon durch die finsteren Brutal Death Metal Gefilde. Mittlerweile ist man bei Studioalbum Nummer Drei angekommen (neben u.a. diversen EPs, Splits und einer Kompilation). Die Frage ist nun, holzen die Russen nach wie vor mächtig gewaltig durch das Todesblei-Unterholz, oder ist die Kettensäge aufgrund von Abnutzungserscheinungen mittlerweile heiß gelaufen?

An dieser Stelle kann schon mal Entwarnung gegeben werden, das fünfköpfige Abrisskommando geht auch auf "Terra Mortuus Est" tight und erfrischend (ähm...?) wie am ersten Tag zur Sache. Playknopf drücken, 20 Sekunden Einleitung, und schon prügelt der Opener dem Hörer eine mordsmäßige Groovegranate direkt in die Kauleiste! Wer nach den ersten 3:55 Minuten noch ein paar Zähne hat, keine Sorge, die werden spätestens im Verlauf der folgenden Dreiviertelstunde professionell und unter Schmerzen entfernt.

"Night Of Eden"" wartet neben mehreren Tempowechseln und herrlichen Breakdowns im letzten Drittel mit einem Gitarrensolo auf, das sich fieser in die Gehörgänge fräst als jeder Bohrer beim Zahnarzt des Vertrauens. Alter Schwede - DAS tut wirklich weh! 

Die folgenden neun Stücke bewegen sich immer wieder wechselnd entweder im Midtempo- oder im groovigen Uptempo-Bereich. Auch wenn die Double Bass fast ununterbrochen zum Einsatz kommt, finden sich knüppelige Blastbeat-Attacken eher selten, und wenn, dann nur als schmückendes Beiwerk. Gleiches gilt für die gelegentlichen dezenten technischen Spielereien.

Auf diese Weise geht nichts von der Brachialität und der brutalen Kraft, die dem aktuellen Longplayer innewohnt, verloren, so wie es immer wieder bei allzu ausufernden Knüppelorgien im Highspeedformat der Fall ist. Bei KATALEPSY entfalten flottere Dreschflegelangriffe wie "Those Who Rot The Souls", "No Rest No Peace" oder "Kings Of The Underground" bzw. schädelspaltende Stampfer wie "Necronomicon III" oder der Titelsong aufgrund der perfekten Dosierung von Gaspedal und Bremse ihre volle todbringende Wirkung uneingeschränkt. Die zwei Axtschwinger feuern Riff um Riff aus den Boxen, während Evgenys Perkussions-Maschinengewehr absolut präzise und treffsicher durch die Tracks ballert. Dazu kommen die exzellenten Growls und Pig Squeals von Shouter Igor. Die durchgehend hohe Qualität der Songs zieht sich konsequent bis zum sechseinhalbminütigen Albumcloser, in den noch mal alles gebündelt hineingepackt wurde, was die neue Scheibe ausmacht, vergoldet mit etwas zusätzlicher Atmosphäre zu Beginn und am Ende des Stückes.

Fazit:

"Terra Mortuus Est", das neue Langeisen von KATALEPSY kann allen Brutal Death Metal Liebhabern, gern auch mit etwas Slam Geschmäckle nur wärmstens ans Herz gelegt werden. Hier bekommt man eine knappe Stunde feinst-groovende Brutalität geboten, die abwechslungsreich und ultra heavy aus den Boxen schallt. Nackenschmerzen vorprogrammiert!

 



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Ernst Lustig (31.07.2020)

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