MAD MAX - Stormchild Rising

Artikel-Bild
VÖ: 21.08.2020
Bandinfo: MAD MAX
Genre: Melodic Hardrock
Label: SPV / Steamhammer
Hören & Kaufen: Amazon
Lineup  |  Trackliste

Seit 1981, also seit fast vierzig Jahren (!), sind Michael Voss und seine Mitstreiter nunmehr mit MAD MAX aktiv. Mal mehr mal weniger, aber die Veröffentlichungen seit der "Reunion" Ende der Neunziger sind aller Ehren wert, insbesondere da "Vossi" ja auch als Produzent mehr als gefragt ist und auch noch in anderen Bands schwer aktiv war bzw. ist (WOLFPAKK, SILVER, etc).

Das neue Werk "Stormchild Rising" (die Experten wissen, dass es 1985 bereits ein Album namens "Stormchild" gab) ist aus mehreren Gründen bemerkenswert und nicht nur ein weiteres MAD MAX - Album und hält einige Überraschungen bereit.

Zum einen gibt es etliche hochkarätige Gäste. Das Solo zum getreu dem Titel bluesigen  "The Blues Ain’t No Stranger" steuert kein Geringerer als STRYPER'S Oz Fox bei, beim grandiosen Cover von ROUGH CUTT'S "Take Her" ist niemand geringerer als Paul Shortino an den Vocals im Duo mit Meister Voss zu hören. Der vielbeschäftigte Ronnie Romero , den man auf der gemeinsamen Tour mit CORELEONI kennengelernt hat gibt seinen Einstand beim speedigen Opener "Hurricaned", der auch textlich sehr interessant ist, geht es doch um den allgemeinen Medien-Overkill, der nicht erst seit der Corona-Krise neue (negative?) Höhepunkte erreicht hat.

Doch das ist noch nicht alles: Von "Ladies and Gentleman" gibt es gleich zwei Versionen, neben der rein englischen auch eine Fassung mit deutschen Texten, auf der man mit Kinderlied-Star Detlev Jöcker und Schülern einer nordrhein-westfälischen Musikschule zusammengearbeitet hat. Den Song gab es bereits seit April als Single. 

                   

Neben oben genannten Hochkarätern liefert die Band aber auch rein musikalisch ein absolutes Feuerwerk an melodischen Tracks ab. Es gibt schnelle, knackige Mel-Rock-Perlen wie besagtem "Hurricaned" oder "Gemini",  AOR-betonte Stücke wie "Eyes Of Love", Bluesiges wie auch Nachdenkliches wie das ebenfalls bereits angesprochene "Ladies And Gentleman". Abwechslung wird auf "Stormchild Rising" durchaus großgeschrieben.

Das Artwork in Form des Bandmaskottchens wurde von Kai Brockschmidt (u.a. Pretty Maids, Pink Cream 69) für das neue Album modernisiert  und quasi wiederbelebt. Somit wird ein großer Bogen zu den Anfangstagen ihrer Laufbahn. gespannt. Sowohl Cover-Artwork als auch Musik wirken jedoch alles andere als altbacken sondern frisch und kurzweilig, so dass man  "Stormchild Rising" lockerst ins obere Fünftel der bisherigen MAD MAX-Veröffentlichungen einreihen kann, wenn nicht sogar noch höher. Die Platte macht einfach Spass und das Betätigen der Repeat-Taste ist schon fast Automatismus. Es bleibt zu hoffen, dass man das Album bald auch live vorgeführt bekommt. Well Done Boys!

                    



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Martin Weckwerth (23.08.2020)

WERBUNG: Hard
ANZEIGE
WERBUNG: Benediction - Scriptures
ANZEIGE