AAL - The Only Path

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VÖ: 10.07.2020
Bandinfo: AAL
Genre: Progressive Death Metal
Label: Eigenproduktion
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits

Solo-Projekte von eher unbekannten Musikern aus düsteren Ländern sind zumeist eine recht zähe Geschichte, man denke an die vielen einzig trven Schwarzmetaller die im Keller der Eltern eine musikalische Hass-Erklärung mit grottenschlechtem Sound in die Welt schicken – das mag für die Musiker ein Höhepunkt sein, für die meisten Zuhörer allerdings eine Zumutung.

Deutlich hochwertiger läuft es bei AAL ab, dem Solo-Projekt des litauischen Bassisten Alex Po. Von schlechten Erfahrungen geprägt mag man sich „The Only Path“ noch etwas vorsichtig nähern, die Erwartungen werden jedoch schon beim Opener „Arrival“ weit übertroffen. Der Song startet (und endet) mit simplen, treibenden Death Metal Riffs der BOLT THROWER Schule, bevor progressivere Töne einsetzen und man an Veteranen wie SADIST erinnert wird. Mit dem einen oder anderen melodischen Ausritt und einem Gitarrensolo geradewegs aus den 80ern (der Kollege liebt sein Whammy Bar!) kann der Song dann wirklich überzeugen.

„Per Aspera Ad Astra“ ist dann auch stark, der Song oszilliert zwischen härterem Thrash Death und progressiven Einflüssen aus der OBSCURA-Ecke (was auch stark dem immer wieder schön singenden Bass geschuldet ist). „Munchausen-by-Proxy“ startet ruhig und ist noch stärker im Prog daheim, während der letzte Track „Dreamwielder“ wieder sehr vielschichtig ist und zwischen Oldschool-Death Teilen und verträumten Instrumental-Parts wechselt.

Insgesamt sind auf „The Only Path“ je nach Geschmack zumindest zwei bis drei gute Songs vertreten – und obwohl der Sound noch ziemlich nach Garage klingt und noch einiges an Wucht und Klarheit vertragen könnte, ist AAL damit schon einige Stufen über die meisten anderen Solo-Projekte zu stellen.



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Luka (06.08.2020)

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