STILLBIRTH - Revive The Throne

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VÖ: 07.08.2020
Bandinfo: STILLBIRTH
Genre: Brutal Death Metal
Label: Unique Leader Records
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits

Hell Yeah, die Surfgrind-Combo aus Hagen hat ein neues Lang(na ja...)eisen am Start! Seit 2003 das mittlerweile siebte Studioalbum der Nordrein-Westfalen. Stellt sich die Frage, gibt es was Neues zu vermelden, im Hinblick auf "Revive The Throne"? Klares JA! Neben Altbewährtem (knackig kurze Laufzeit des Albums, schniekes Strandoutfit (aber immer schön Abstand halten at the Beach!)) fällt dem geneigten Hörer natürlich sofort die ungeheure Brachialität der aktuellen Schlachtplatte auf. Und die kommt nicht von ungefähr. Im letzten Jahr haben STILLBIRTH sich Lukas Kaminski als Verstärkung und sechste Badehose an Bord geholt. Und seitdem ballert man gleich mal mit zwei Bässen durch die musikalische Botanik! Geiler Scheiß, denn fetter als auf der neuen Silberscheibe klangen STILLBIRTH in der Tat noch nie.

Nachdem der anderthalbminütige Opener schon mal kurz (haha!) gezeigt hat, wo es auf "Revive The Throne" lang gehen wird, erweist sich bereits im folgenden Titeltrack in bester Vorschlaghammer-Manier, daß der zweite Tiefton-Axtschwinger wirklich Gold wert ist. Der neue Sound ist ein wahres ohrgasmisches Fest für jeden Brutal und Slam Death Fan mit Goregrind-Affinität. Es macht einfach riesig Laune, sich akustisch von den alles vernichtenden Midtempowalzen überrollen zu lassen, die sich immer wieder mit gnadenlosen Überschallparts abwechseln. Dazu kommen die exzellenten Shouts von Lukas, der sich martialisch und immer wieder von fiesen Pig Squeals unterbrochen durch die einzelnen Stücke grunzt, growlt und röchelt.

Textlich nimmt man sich der historischen Gladiatoren-Thematik an, wie das Ganze allerdings verarbeitet wird, davon zeugen Songtitel wie "Breed Of Bestiality" oder "Eating Flesh Of The Objector".

Die elf Stücke auf "Revive The Throne" prügeln dem Hörer abwechslungsreich und ohne jedweden Anflug von Langeweile oder Eintönigkeit das Hirn aus dem Schädel, und die 36 Minuten Gesamtspieldauer vergehen wie im Flug. Aber die Scheibe beweist auch nach etlichen Durchläufen absolute Langzeittauglichkeit.

 

Fazit:

Mit "Revive The Throne" präsentieren sich STILLBIRTH brachialer, massiver und kraftvoller als je zuvor. Die Hinzunahme eines zweiten Bassisten ist ein echter Gewinn für den Sound. Dazu gesellen sich hervorragendes Songwriting, Riffsalven und Drum-Gewitter am laufenden Band, absolut präzises Handwerk und ein Shouter, der dem Ganzen die nötige Würze und das Quäntchen Extra-Brutalität verleiht. Die gute druckvolle Produktion und und das schicke Coverartwork tun ihr Übriges, um aus "Revive The Throne" ein absolut gelungenes und mit Sicherheit das bislang beste STILLBIRTH-Album zu machen. Ergo: viereinhalb von fünf Badehosen für diesen Kracher.

 



Bewertung: 4.5 / 5.0
Autor: Ernst Lustig (06.08.2020)

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