MOSH-PIT JUSTICE - The Fifth Of Doom

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VÖ: 14.08.2020
Bandinfo: MOSH-PIT JUSTICE
Genre: Thrash Metal
Label: Iron Shield Records
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Lineup  |  Trackliste

Stellt euch vor, ein wütender Gorilla, auf einem Zombiepferd, bringt den Untergang der Zivilisation, wer hätte das kommen sehen. Auf jeden Fall hat MOSH-PIT-JUSTICE da so eine Vorahnung davon gehabt, wie das aussehen würde und warnt die Metalheads vor dem Unheil. Das Full-Length-Album „The Fifth Of Doom“ wurde – kaum ein Jahr nach dem letzten Album „Fighting The Poison“– von der bulgarischen Thrash Metal Band geschmiedet und auf den Onlinemarkt geschmissen. Man würde meinen, dass die Band es eilig hatte, ihre Songideen loszuwerden.

Im Galopp reiten die Gorillafanatiker in „Into The Light“  voran, zu dem "Peich“ (Gesang) mit melodiöser Stimme das Mikro anschreit, was typisch für MOSH-PIT-JUSTICE ist, trotzdem hat es einen bitteren Beigeschmack. Dem Sänger gelingt es nicht, die Töne so zu treffen, wie es auf den vorherigen Album für die Band üblich war. Peich lässt gerne die Note auf der letzten Silbe des Verses á la King Diamond, nur eine Oktave tiefer, an- und abschwellen, aber ihm fällt es schwer, von dem Schrei loszukommen. Man bekommt sogar das Gefühl, dass dem Sänger gelegentlich die Puste ausgeht.  In „Destined To Row“ sind die Bulgaren auf Zack, die Riffs sind ständig in Bewegung, damit man aus dem Headbangen schwer herauskommen kann. Erst wenn der Gesang einsetzt, wird es ein bisschen verstörend für die Öhrchen. Der „Peich“ traut seiner Stimme zu viel zu, weshalb die hohen Töne aus den Lungen gepresst werden und nicht sauber klingen.

Der Affenzirkus geht mit „Down In Blood“ weiter, die Leadgitarre legt mit einem Sologedudel vor, worauf die Rhythmusgitarre nachzieht. Im Mittelteil wird das Tempo gezügelt, die Trommeln genüsslich geklopft, dazu gibt es eine stimmungsvolle Melodie die gezupft wird. Das war aber noch nicht alles, denn die Band gibt dem Zombiepferd die Sporen, indem die Gitarren wieder an Geschwindigkeit aufnehmen und liefern sich einen harmonischen Zweikampf. Im Chor wird ein letztes Mal „Fight The Bastards“  geschrien, bevor das Lied abrupt sein Ende findet. 

Wenn man „The Fifth Of Doom“ mit dem Vorgänger vergleicht, hat sich bei MOSH-PIT-JUSTICE nicht viel zum Positiven geändert. Es ist schade, dass sie sich nicht die Zeit genommen haben, ihren Liedern den letzten Schliff zu verpassen. Die meisten Intros klingen einfallslos, als ob die Band nicht gewusst hätte mit welchem Riff sie einsteigen soll,  der Gesang klingt teilweise flapsig und die Rhythmusgitarre zu monoton.  Staffa (Gitarren, Backing Vocals, Schlagzeug) hat sich jeglichen Respekt verdient, denn die Solos und die fetzigen Schlagzeugbeats in „Down We Bleed“, „Into The Light“  und „Destined To Row“ kehren die meisten Fehler unterm Teppich, wäre er doch bei jedem Lied so konsequent geblieben. 

 



Bewertung: 2.0 / 5.0
Autor: Julian Dürnberger (10.08.2020)

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