VICIOUS RUMORS - Celebration Decay

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VÖ: 21.08.2020
Bandinfo: VICIOUS RUMORS
Genre: Metal
Label: SPV / Steamhammer
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits  |  Trivia

Herr Thorpe hat wieder einmal eine neue Mannschaft um sich geschart und hat mit "Celebration Decay" ein neues Langeisen am Start. "Celebration of New Wave Of British Heavy Metal" hätte auch ganz gut gepasst. Aber dazu mehr nach den Nachrichten.

Nach dem obligaten und kurzen Intro startet "Celebration Decay" vielversprechend mit dem Titeltrack und zeigt wie heavy und fies  VICIOUS RUMORS agieren können. Neuzugang am Mikro, Nick Courtney singt rau und thrashlastig. Eine echtes Sahnesstück, obwohl ab der Mitte des Liedes dem geneigten Hörer eine Ahnung überkommt. Der neue Sänger hat ja bei "American Idol" herumgekaspert und dabei seine Versionen von IRON MAIDEN und JUDAS PRIEST zum Besten gegeben. Ab Song Nummer Zwei, "Pulse Of The Dead", ist es nämlich vorbei mit dem Geröchel und man bekommt es streckenweise mit einer Gedächtnisband der beiden oben genannten Bands zu tun. Der Gesangsstil und Phrasierungen erinnern frappierend an einen singenden Piloten oder einen Metal God. Das restliche Songwriting, besonders in Sachen Rhythmik und Melodieführung, passt sich dieser Gangart an. "Arrival Of Desolation" ist ein IRON MAIDEN Song mit Rob Halford als Gastsänger...der Refrain klingt nach IRON MAIDEN endgültig im Altenheim. Da helfen auch die lässigen Soli im Mittelteil nix. Bei "Any Last Words" marschiert vor dem geistigen Auge Rob Halford im Stechschritt  auf und ab. Erst mit "Blood Asylum" bekommen die Buben die Kurve, weil sich die Band hier an ehemalige Großtaten erinnert und einen klassischen VICIOUS RUMORS Song herausleiert.  Das gleiche gilt für " Darkness Divine": Geile, bluesige Gitarren gepaart mit stampfender Rhythmik und ein Nick Courtney der zeigt das er mehr kann, als nur Legenden kopieren. Echt Killerbiene! "Long Way Home" könnte auch auf "Vicious Rumors" oder "Welcome To The Ball" stehen, eine tolle Hymne. Kriegen die Buben doch noch die Kurve? Die Hoffnung stirbt zuletzt. Jedoch stirbt sie einen einsamen Tod in einer Gasse in einer kalten, einsamen Nacht. Denn "Cold Blooded" ist leider nur Stangenware und bleibt klar hinter dem vorigen Dreiergespann zurück. Apropos zurück: "Death Eternal"...Naja eh schon wissen... Nach dem vorigen Geplätscher geht es mit "Collision Course Disaster" wieder erfrischend in die klassische VICIOUS RUMORS Richtung. Der flotte Albumcloser "Masquerade Of Good Intentions" hat ein paar lustigen Gitarrenspielereien an Bord, mehr aber auch nicht.

Musikalische Einflüsse hin oder her, aber muss es gleich so offensichtlich sein. (Der Satz könnte jetzt aber auch bei jeder zweiten Thrash Metal Kapelle stehen...) Besonders wenn VICIOUS RUMORS auf "Celebration Decay" auch durchaus zeigen, dass sie es durchaus noch drauf haben.

 

 



Bewertung: 3.0 / 5.0
Autor: Hannes Schuhai (21.08.2020)

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