BLACK BONE NATION - Born to Rock

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VÖ: 05.06.2020
Bandinfo: BLACK BONE NATION
Genre: Hard Rock
Label: Eigenproduktion
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Lineup  |  Trackliste  |  Trivia

BLACK BONE NATION beschreiben sich selbst auf ihrer Website als eine Band deren Anspruch es nicht ist das Rad neu zu erfinden. "BBN isn't here to reinvent the wheel" . Trotzdem treten BLACK BONE NATION kräftig in die Pedale, um diese Rad auf hochtouren zu bringen und machen ordentlich Stimmung. Nach der im Jahr 2018 veröffentlichten EP der Gruppe ist also nun auch das erste Studioalbum von den Südafrikanern mit dem griffigen Titel "Born to Rock" erschienen. 

Man stellt sich also auf grundsoliden Hard Rock ein und den bekommt man auch. Die Singleauskopplung "Born to Rock" gibt nicht nur der Platte ihren Namen, sondern ist gleichsam eine echte Partyhymne. Sofort verfällt man in Feierlaune und aufgrund des doch sehr einfachen Textes stellt das Mitsingen schon beim ersten Hören keine allzu große Herausforderung dar. "Bottoms Up" schlägt nicht nur textlich in dieselbe Kerbe, auch musikalisch hält der Song die Stimmung aufrecht. Der folgende Track "Here I Am" erinnert durch seinen melodischen Chorus sofort an D.A.D und zwingt den Hörer schon fast wieder dazu lauthals mitzusingen. Bisher scheint die eigens formulierte Mission also geradewegs auf ihr Ziel zu zurollen. 

Die Folgenden Songs tun dem kein Abbruch, obschon "All for Tomorrow" etwas ruhiger beginnt. Es bleibt also Zeit sich ein Getränk zu schnappen und man kommt rechtzeitig zu einem wirklich genialen Gitarrensolo zurück. Doch es bleibt nicht bei diesem Einzelnen, denn schon warten "Live to Ride" und "Play my Game" darauf alle mit ebenso eingängigen Soli abzuholen und locken auch dem Letzten im Raum den Versuch ab sich an der Luftgitarre zu versuchen. 

Zum runterkommen folgt mit  "Million Miles" eine fast schon obgligatorische Ballade. Sänger Zakk Wylde zeigt hier eindrucksvoll, dass er sich nicht nur auf das performen von härteren Songs versteht, sondern ebenso eine außerordentliche Variabilität in seiner Stimme besitzt, die auch ruhigeren Stücken gut zu Gesicht steht. "King of Sorrow" nimmt zwar wieder Fahrt auf und ist ebenso wie der Titeltrack ein echter Ohrwurm, doch wird klar, dass die Hard Rock-Feier sich langsam dem Ende neigt.

Der vorletzte Song "Magic Man" zeigt Parallelen zu "The House of the Rising Sun" von THE ANIMALS und ist eine schöne Referenz an die Rock-Kultur, hat aber erheblich weniger Tempo als die erste Hälfte des Albums. Das Instrumentalstück "Deaf Forever" schließt die Scheibe ab und fühlt sich wie ein Resümee des bisherigen Albums an, es ist eingängig und lässt Zeit, den Gästen langsam die Tür zu zeigen, oder ihnen den Weg zu ihren Schlafplätzen zu weisen. Die melodischen Riffs des Tracks bilden deshalb einen idealen Abschluss für die Platte.

BLACK BONE NATION schaffen es auf jeden Fall im ersten Teil des Albums ihren Versprechen Tribut zu zollen und verbreiten eine unfassbar positive Atmosphäre. Die Platte und die Künstler bleiben auf jeden Fall im Kopf, weil sie, das tendenziell eher einfache Konzept des Hard Rock gut umsetzen und auch die kommerziellen Aspekte der Musik im Blick haben. Das Album geht nicht stetig nach vorne, wie zum Beispiel Airbourne es vormacht, sondern bespielt gerade zum Ende hin eher die ruhigeren Töne. Die Tiefe der Texte und die musikalische Abwechslung halten sich, bis auf die langsameren Stücke, dementsprechend in Grenzen.  Das Rad erfinden BLACK BONE NATION zwar nicht neu, aber sie verpassen ihm zumindest eine neue Lackierung. 

 



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Joel Feldkamp (30.08.2020)

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