BLUE ÖYSTER CULT - Blue Öyster Cult 45th Anniversary - Live In London

Artikel-Bild
VÖ: 07.08.2020
Bandinfo: BLUE ÖYSTER CULT
Genre: Hard Rock
Label: Frontiers Records
Hören & Kaufen: Amazon
Lineup  |  Trackliste

19 Jahre ist es seit der letzten BLUE ÖYSTER CULT Veröffentlichung her – das eher maue „Curse Of The Hidden Mirrors“ war 2001 das letzte offizielle Lebenszeichen der Band. Und jetzt ist tatsächlich für Oktober 2020 ein neues Album („The Symbol Remains“) angekündigt – das ist wohl der Grund dafür, dass es in 2020 eine wahre Flut an Veröffentlichungen der Kult-Rocker gegeben hat. Da gab es Live-Mitschnitte („Agents Of Fortune - 45th Anniversary“) und Remasters („Heaven Forbid”) als Vorgeschmack.

Hier reiht sich auch das aktuelle „Blue Öyster Cult Live In London – 40th Anniversary“ ein. Das in voller Länge live gespielte Debütalbum (das es immerhin in die US-Charts schaffte, wenn auch nur auf Platz 172) war auf jeden Fall schon ein frühes Highlight der mittlerweile 15 Scheiben umfassenden Diskografie von BÖC. Songs wie „Transmaniacon MC“, „Stairway To The Stars” oder „Cities On Flame With Rock And Roll” dürfen in keinem Best Of fehlen. Das mitgeschnittene Konzert fand jedenfalls schon 2017 in der O2-Arena in London statt und ist jetzt als CD/DVD bzw. LP verfügbar.

Was als erstes auffällt: die guten Herren sind schon etwas gealtert, wobei aber von der Originalbesetzung nur Donald „Buck Dharma“ Roeser (mit sehr lässiger Emmentaler-Gitarre) und Eric Bloom vertreten sind, zur Unterstützung sind noch Richie Castellano (Keyboard bzw. Gitarre), Danny Miranda (Bass) und Jules Radino (Drums) dabei. Das Rockstar-Posen überlassen die zwei Altgedienten auch hauptsächlich den jüngeren Kollegen, vor allem Richie Castellano gniedelt sich bei seinem Solospot bei „Then Came The Last Days Of May“ gehörig einen herunter.

Die Darbietung der Songs ist zum Großteil auch gelungen, auch wenn sich der eine oder andere Fehler einschleicht spielt die Band gut zusammen, die Instrumente werden häufig gewechselt und auch dass zum Teil alle fünf Mitglieder gleichzeitig singen kommt sehr gut. Über die Songauswahl müssen keine großen Worte verwendet werden, das Debütalbum kommt wie gesagt in voller Länge (und auch in der gleichen Reihenfolge), dazu gibt es dann noch fünf Bonus-Songs, wobei „Godzilla“ mit fünfstimmigem Gesang und das unterschätzte „Tattoo Vampire“ nochmal herausstechen. „(Don’t Fear) The Reaper” muss natürlich auch gespielt werden, wobei der Track mittlerweile schon „Smoke On The Water“-Müdigkeit erzeugt und gerne auch mal weggelassen werden könnte.

Musikalisch also wie erwartet alles OK, beim Gesamtpaket hapert es noch ein bisschen. Nachdem bei den Ansagen grundsätzlich gespart wird und die Kamera-Einstellungen bei der DVD nicht allzu innovativ sind, kommt vor allem die Bild-Version als zwar gediegen und professionell daher, für ein 40-jähriges Jubiläum hätte man sich dann aber doch mehr gewünscht, auch an Bonusmaterial. Für Fans ein interessantes Schnäppchen, für Leute die nur „(Don’t Fear) The Reaper” kennen eher verzichtbar.



Ohne Bewertung
Autor: Luka (11.09.2020)

WERBUNG: Hard
ANZEIGE
WERBUNG: Enslaved - Utgard
ANZEIGE