ACE FREHLEY - Origins Vol.2

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VÖ: 18.09.2020
Bandinfo: ACE FREHLEY
Genre: Metal
Label: eOne Music
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Lineup  |  Trackliste

ACE FREHLEY ist jedem alten Rock-Fan ein Begriff, ist er doch der Ursprungs-Gitarrist von KISS, nun aber seit Jahren nicht mehr bei der Truppe. Das Lieblings-Hobby von Ace ist Gitarre Spielen. Und wenn man sich die Stimme anhört, frönt er wohl auch noch den gleichen Hobbies wie andere Musiker - seine Stimme klingt nämlich start ertränkt. Songschreiben liegt Ace seit längerem auch nicht mehr. Die Hits von früher sind absolut Schnee von gestern. Wohl eine Summe an Gründen, warum Ace nun das zweite Coveralbum in einer Reihe herausbringt. Da kann man nicht viel falsch machen. Außer sich wie eine 08-15 Cover Band anhören. Und das ist es leider irgendwie und nicht viel mehr. Natürlich sind die Songs mit seinem Gitarrenspiel aufgewertet. Aber das wars dann auch schon. Weil genau aufgrund dieser intensiven Gitarrenverwendung viele Songs für die Beweihräucherung von Aces Gitarrespiel herhalten müssen.

Für die 12 Covernummern wurden Songs ausgewählt, die mehr oder weniger bekannt sind. Sogar eine KISS Nummer ist darunter oder Songs von den BEATLES und den STONES. Die bekannten Band-Namen führen aber nicht unbedingt dazu, dass es auch bekannte Songs sind. Ace holt auch nicht immer das Beste aus den Teilen raus. Teilweise frage ich mich wirklich, warum es genau diese Titel auf das Album geschafft haben und keine anderen/bekannteren. Weil man dabei besonders gut eigenständig Gitarre spielen kann oder weil man dabei nicht unbedingt der King des Gesangs sein muss?

Das Album hatscht daher leider von vorn bis hinten. Natürlich gibt es ein paar Highlights bzw. bekanntere Songs, wo seine Interpretation ganz nett kommt, wie zum Beispiel "I'm Down" von den BEATLES. "Lola" ist auch ein Stück, das jeder kennt und rockig-bluesig kommt.  "Jumpin' Jack Flash" von den STONES war nur schwer wieder zu erkennen. Zum Glück gibt es dann auch was ins Ohr gehendes: "30 Days In The Hole" von HUMBLE PIE ist im Gegensatz zu anderen recht gut geworden und überzeugt mit rockigem Sound. Bei JIMI HENDRIX fühlt sich ein Gitarrist natürlich wohl und bei "She" von KISS geht Ace auf Nummer Sicher und bastelt nichts rum. So ist dann doch noch für einen guten Ausklang gesorgt.

Fazit: Das gute Werk "Origins Vol. 2" plätschert und düdelt einfach dahin, strotzt vor Gitarren, aber überzeugt mich nicht. Von einem Gitarristen dieses Alters und mit dieser Erfahrung erwarte ich sowieso, dass er spielen kann. Aber auch, dass er Songs schreiben kann und sich was überlegt, was und wie er covert. Leider klingt das neue Album nach "Machen wir einfach irgendwas". Sorry, nur weil ACE FREHLEY drauf steht, reicht das nicht aus.



Bewertung: 2.0 / 5.0
Autor: Lady Cat (18.09.2020)

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