ATTICK DEMONS - Daytime Stories... Nightmare Tales

Artikel-Bild
VÖ: 25.09.2020
Bandinfo: ATTICK DEMONS
Genre: Heavy Metal
Label: ROAR Rock of Angels Records
Hören & Kaufen: Amazon
Lineup  |  Trackliste  |  Credits

ATTICK DEMONS sind zurück und ich versuche, diesmal ohne allzu ausuferndem IRON MAIDEN-Bashing auszukommen. Wer den Vorgänger "Let´s Raise Hell" kennt, weiß was mit "Daytime Stories... Nighttime Tales" zu erwarten ist. IRON MAIDEN, wie sie wohl klängen, hätten sie nicht Anfang der 00er jeden Stolz abgegeben (gut, ganz ohne Kritik an den ehemaligen Genregrößen geht es scheinbar doch nicht...).

Die Portugiesen aus der Hauptstadt Lissabon machen Eastender-Worshipping mit einer kleinen, aber doch erkennbaren eigenen Note. Eine Mischung aus MAIDEN, MAIDEN zur Blaze Bayley-Zeit und der BRUCE DICKINSONs "Chemical Wedding"-Phase. Dazu gesellt sich aber eine etwas verspieltere Herangehensweise, die zwar nicht in wilden Prog-Exzessen aufgeht, aber dennoch ab und an etwas mehr Tiefe als beim letzten Album an den Tag bringt. Da werden selbst Durchschnittsbanger wie "Make Your Choice" den garstigen Klauen der Durchschnittlichkeit entrissen (....). Der Song hätte locker auf jedem zweiten NWobHM-Album der 80er stehen können.

Klar, auch die anderen Songs erfinden das Genre nicht neu, aber die Mischung aus den mitreissenden Melodien, dem starken Gesang und den wieder einmal fantastischen Gitarrensoli funktioniert erneut und sollten jeden Kuttenträger mit Vokuhila zum Toben bringen.Der Sound verdient eine besondere Erwähnung. Kontemporärer Metal könnte man zum Klangbild sagen, die Drums einigermaßen organisch, die Bratpfannen knackig und der Bass deutlich hörbar und nicht irgendwo im Gesamtbild versteckt. 

Wer es etwas härter mag, wird mit "The Revenge Of The Sailor King" gut bedient, einem Song der die verschiedenen Facetten der Band gut aufzeigt. "Hills Of Sadness" ist eines der Highlights, ein Song in der Art der großen IRON MAIDEN - Halbballaden mit einem Artur Almeida in Höchstform. Hier klingt er wie Bruce in seiner besten Zeit. "O Condestave" ist der nächste Burner auf dem Album, gesungen in ihrer Muttersprache, garniert mit heimischen Instrumenten, steigert sich der Song von getragenen Momenten hin zu einem Tune, der die größten Zeiten der späten 80er wach werden lässt.

Insgesamt ist das neue Album der ATTICK DEMONS erneut ein gutklassiges 80er Jahre Album, welches den Sound dieser Zeiten ins Jetzt bringt und nicht viel falsch macht.



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Christian Wiederwald (28.09.2020)

WERBUNG: Hard
ANZEIGE
WERBUNG: Pulse
ANZEIGE