RAVEN - Metal City

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VÖ: 18.09.2020
Bandinfo: RAVEN
Genre: Heavy Metal
Label: SPV / Steamhammer
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits

Die anscheinend unkaputtbaren RAVEN legen mit "Metal City" ihr elfunddreißigtes Album vor und sorgen für eine handfeste Überraschung. Zumindest bei mir. Die Band um die Gallaghers und Neuzugang Mike Heller als neuer Drummerboy hatte ich gar nicht mehr auf dem Radar. Irgendetwas muss vor den Aufnahmen der Scheibe  im Bier der Jungs gewesen sein...

RAVEN zeigen sich auf "Metal City", welches übrigens mit einem coolen Cover versehen ist, spielfreudig und vielseitiger denn je. Über die eher gesichtslosen "Cybertron" und " Not So Easy" sieht man bei dem ansonsten sehr hohem Qualitätslevel hinweg. Mit "The Power" als Opener geht es gleich richtig zur Sache und RAVEN zeigen den Kurs der Platte. Ein schneller Rocker mit Melodie und Doublebass. "Top Of The Mountain" wird das Qualitäts- und Energielevel locker gehalten. "Human Race" ist eine beinharte Metal Nummer der klassischen Schule. Die eingebauten Blastbeats (!) kommen der Nummer zu gute und wirken zu keiner Zeit aufgesetzt. Der Titelgeber der Scheibe, "Metal City", ist als Hommage an die Heimatstadt der beiden Gallaghers zu verstehen und kommt ziemlich hymnisch daher, von Weichkäse-Metal aber keine Spur. "Battlescarred" ist eine Hymne an unsere Lieblingsmusik und zeigt sich wieder dynamischer. Die Lyrics bei "Battlescarred" sind so voller Klischees und Augenzwinkern, dass sich die Ooh, Ooh, Oohs, wahrscheinlich automatisch eingeschlichen haben. Die Nummer glänzt mit einem bluesigen Bass Solo im Mittelteil. "Cybertron" wirkt, wie weiter oben erwähnt, gegen das bisher gehörte eher blass. Da hilft auch die etwas modernere Ausrichtung im Songwriting und die Chöre, die mich ein bisserl an "The Rocky Horror Picture Show" erinnern nicht darüber hinweg. Zu einem Song mit "Motorheadin" als Titel und mit Doublebass Intro muss man nix weiter erwähnen... "Not So Easy" ist jetzt wirklich nichts Herausragendes und kann gegen den Rest nicht angehen. Ordentlich heavy wird es wieder bei "Break", die Buben schieläugeln wie schon bei "Human Race" in Richtung moderne JUDAS PRIEST.  Den Abschluss macht "When Worlds Collide", hier ziehen RAVEN noch einmal alle Register, von heavy düster, bis episch. Ein cooler Abschluss einer durch und durch gelungenen Scheibe.

Die Gallagher Brüder um Mike Heller haben uns mit "Metal City" eine echte Überraschung beschert. Die Attitüde der Platte wirkt niemals aufgesetzt und sprüht vor Spielfreude, Positivität und Charme. Bravo!

 



Bewertung: 4.5 / 5.0
Autor: Hannes Schuhai (08.10.2020)

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