ABYSSAL ASCENDANT - Chronicles of the Doomed Worlds – Part. II : Deacons of Abhorrence

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VÖ: 02.10.2020
Bandinfo: ABYSSAL ASCENDANT
Genre: Death/Doom Metal
Label: Dolorem Records
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits  |  Trivia

Der Horror hat nie ein Ende. ABYSSAL ASCENDANT setzen ihre Geschichte über H.P. Lovecrafts Monsterwelt fort, acht Jahre, nachdem der erste Teil erschien. Das neue Album „Chronicles Of The Doomed Worlds - Part II. Deacons Of Abhorrence“ dreht sich um die furchterregenden Kreaturen vom Fiction-Autor H.P. Lovecraft. Im altbekannten Death Doom-Stil schreddern die Metal Aficionados minimalistische Riffs aus den Gitarren und quälen dabei ihr Schlagzeug bis ins Unermessliche.

Das Erste, was einem ins Auge springt, ist der Aufbau der Lieder - im Gegensatz zum vorherigen Album, hat sich ABYSSAL ASCENDANT das Intro erspart. Die Beschwörung der diabolischen Kreaturen ist vollzogen, in „The Dweller Awakens“ erwacht der Wendigo zum Leben und verzehrt alles, was ihm in den Weg kommt. Das Growlingduett, Florent (Gesang, Gitarre) und Fanny (Schlagzeug, Backing Vocals), beschreibt das Ausmaß der Zerstörungswut der erwachten Kreatur und das Schlagzeug hämmert sich mit Blastbeats durch das Lied. Für dramatische Abwechslung sorgt „Wombs Of Torment“, das von Frauen- und Männerchören eingeleitet wird. Der Unterschied zu den restlichen Liedern ist der Einsatz der Chöre, im Refrain werden sie genutzt, um das Drama mehr zuzuspitzen. Der Effekt ist ein hervorragendes Stilmittel, der leider nur selten im Album vorkommt.„Coven Of Agony“ tritt die Kreatur „The Black Goat“ zum Vorschein, der Blastbeat wird ordentlich in die Trommeln gedonnert und die Gitarren sind auf Hochtouren. In diesem Lied werden ebenfalls Chöre eingesetzt, die zum Schluss immer leiser werden.

Viele Doombands wie ALDEBARAN oder CATACOMBS haben sich von H.P. Lovecraft inspirieren lassen, umso höher ist der Druck, seine Horrorgeschichten musikalisch neu in Szene zu setzen. Dem Druck hält ABYSSAL ASCENDANT leider nicht stand. Die Gitarren kommen aus der monotonen Stimmung nicht heraus und das Schlagzeug versucht den Fehler mit tonnenweise Blastbeats zu kompensieren. Die Chöre, als Effekt, sind ein Ohrenschmaus, nur kommen sie zu selten vor. „Chronicles Of The Doomed Worlds - Part II. Deacons Of Abhorrence“ bildet mit dem ersten Teil ein hervorragendes Ganzes – besonders die Texte sind brutale Poesie – doch lässt man das Vorgängeralbum weg, klingt es einfach zu plump.



Bewertung: 1.5 / 5.0
Autor: Julian Dürnberger (13.11.2020)

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