STARDUST - Highway To Heartbreak

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VÖ: 09.10.2020
Bandinfo: STARDUST
Genre: Melodic Rock
Label: Frontiers Records
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Lineup  |  Trackliste

Rockmusik aus Ungarn war bei mir erst zweimal am Radar: OMEGA, die Band, die in den 70er-Jahren auch einige Male im „Westen“ (wie beim berühmten Volksstimmefest in Wien) auftreten durften, und KARTHAGO, die mit „Requiem“ einen genialen Song im Jahre 1983 ablieferte. Nunmehr ist mir wieder eine junge Truppe aufgefallen: STARDUST aus Budapest, die sich dem Melodic Rock verschrieben hat. Und wo ist man da am besten aufgehoben? Natürlich bei Frontiers Records! Das Mailänder Label wurde nach ihrer selbst veröffentlichten Debüt-EP und auf Anregung einiger Fans auf STARDUST aufmerksam und verpflichteten sie sofort.

Newcomerbands sind bei den Italienern natürlich bestens aufgehoben, so wurde den Ungarn die beiden Legenden Mark Spiro und Tommy Denander als Produzenten bzw. als Co - Songwriter zur Seite gestellt und das Debüt „Highway To Heartbreak“ aufgenommen. Wenig überraschend ist daher der Stil von STARDUST: Melodic Rock/AOR, tief verwurzelt in den 80er-Jahren. Das Fundament bilden eine relativ schwere Gitarren- Bassfraktion, eine für die schönen Melodien sorgende Keyboardbegleitung und der genretypische Gesang von Adam Stewart. Letzterer begibt sich aber nicht in schwindelerregende Höhen, sondern präsentiert sich ausdrucksstark und kraftvoll. Genau richtig zu den abwechslungsreichen Songs. Diese kommen meist im genretypischen Midtempo daher, vergessen aber nie auf Melodie und Harmonie. Sie plätschern keineswegs so dahin, jeder ist klar strukturiert, wartet mit eingängigen Riffs und Refrains auf, mal heavier mit Power, mal mit verspieltem AOR Touch. Die Balance zwischen Hard Rock, AOR, zeitweise melodischer Metal passt meist perfekt.

Die obligatorische Balladenabteilung wird mit „Perfect Love“ und „Can’t Stop Loving You“ perfekt bedient. Ein besonderes Zuckerl gibt’s als Bonus: „Blue Jeans Eyes“, ein 80er Song, der mich an Giganten wie NIGHT RANGER, 707 oder 101 SOUTH erinnert. STARDUST haben mit „The River Is Rollin‘“ auch amerikanischen Blues drauf. Insgesamt ein überraschend starkes Debüt der Ungarn. Weiter so!



Bewertung: 4.5 / 5.0
Autor: Wolfgang Kelz (25.11.2020)

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