TYRANNO - March of Death

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VÖ: 31.08.2020
Bandinfo: TYRANNO
Genre: Death / Thrash Metal
Label: HellDProd
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Lineup  |  Trackliste

Die Fanfaren ertönen, Skelette klappern und die Rüstungen scheppern beim Marschieren; Krieg liegt in der Luft. Die Death Thrash Band TYRANNO rüstet sich für den Kampf gegen die Lebenden und quälen ihre Instrumente erbarmungslos. „March Of Death“ heißt ihre neue Platte und bringt das Unheil über die Menschheit.
Das Trio aus Rio De Janeiro hat sich mächtig ins Zeug gelegt und haben in drei Jahren an ihren Sound getüftelt. „March Of Death“ setzt ihren Schwerpunkt auf Atmosphäre, der sich im gleichnamigen Intro bereits bemerkbar macht.  
Dramatisch geht es auch mit „Heading To The Coven“ weiter, in dem sich TYRANNO immer mehr in die Sache hineinsteigern. Zunächst geht es im Midtempo voran, bis die Stimmung explodiert und Bastard (Gitarre, Gesang), wie von der Tarantel gestochen, ein Solo in die Saiten schreddert. Ein musikalischer Exzess, den man sich, als Zuhörer, nur hingeben kann.
In „Black Star“ bleiben die spontanen Ausbrüche im Höllentempo aus, doch das fehlt in keiner Weise. Hier punkten TYRANNO mit schweren Riffs in CELTIC FROST-Manier und spielen mit viel Groove im Rhythmus bis zum Ende.
„March Of Death“ endet, wie es begonnen hat und zwar mit viel Wums. Die Offbeat-Beschallung in „Fool Dethroned“ wird mit konsequenter Härte durchgezogen, da kommt man mit Headbanging nicht so leicht hinterher. Das Lied ist nach der gleichen Struktur wie „Dead Brain Living Skull“ aufgebaut, was leider den Hörspaß schmälert und einen faden Beigeschmack zurücklässt.
TYRANNO haben fleißig an ihrem Sound gearbeitet, dass merkt man ihnen an. Der Gesang klingt viel satter und der Hall der Trommeln gibt den Liedern einen dramatischen Anstrich. Bei „March Of Death“ hat die Band ihr Rezept für eine gute Songstruktur gefunden, dass nach dem Hard-and-Heavy-Prinzip folgt, aber genau dieses Rezept wird überstrapaziert. Je öfter man sich das Album anhört, desto mehr fällt einem auf, dass manche Lieder sich stark ähneln, da helfen einem nicht einmal die exzellent eingespielten Soundeffekte, um über diese nüchterne Erkenntnis hinwegzuhören.

 



Bewertung: 3.0 / 5.0
Autor: Julian Dürnberger (04.12.2020)

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