SATURNISTS - Demo 2020

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VÖ: 00.12.2020
Bandinfo: SATURNISTS
Genre: Post-Metal
Label: Eigenproduktion
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits

SATURNISTS, eine fünfköpfige Grazer Post-Black Metal Band aus Graz haben sich anfangs 2020 gegründet. Die Jungs kannten einander von lokalen Konzerten und auch von ihren anderen Bands THE GOATJURING, HARROWIST, DEUMUS, NEKRODEUS und ALDERAAN.

SATURNISTS ist eigentlich nur die Aussprache des Piktogramms ♄♄♄♄♄, dem "zweiten Namen der Band" benannt nach einem Gedicht des britischen Poeten William Browne:

"... did take his way unto the nearest woods, seating himself within a darksome cave, such places heavy SATURNISTS do crave, where yet the gladsome day was never seen, nor phoebus ´piercing beams had ever been,...". 

Ein Saturnist wird als eine düstere, finstere Person beschrieben, die im Zeichen des Saturn geboren wurde.

Das vorliegende, erste Demo, schlicht "Demo 2020" genannt, beinhaltet zwei Songs die ungefähr als eine Mischung aus Post-Black Metal und Sludge bezeichnet werden könnten, garniert mit einer seltsamen Dunkelheit, die schwer zu beschreiben ist. "Pandora", Song Nummer Eins, das deutlich kürzere der beiden Lieder, ist eine Mischung aus recht eckigem Black Metal, gesanglich erinnert Stefan Rindler hier immer wieder an Erik von WATAIN. Dazu kommen aber auch massive Sludge Elemente, fast schon noisige Einschübe und dazu Friedhofsdoom. Für nicht einmal vier Minuten passiert hier sehr viel. Die Grazer schaffen es, eine wirklich gemeine Atmosphäre zu schaffen. Das ist definitiv keine Musik, die man während dem Bemalen eines Lattenzauns hören kann. [Anm. d. Lekt.: Doch. Hab's ausprobiert.)

Langsam, sehr langsam schleicht sich "Ymir" mit entzerrter Gitarre und Schlagzeug an, bis es dann nach der Zweiminutenmarke in intensiven Post-Black Metal wechselt. Flächen ohne Ende die zu Kontemplation einladen, ein Glas Wein in der Hand und der Blick in die Ferne gerichtet. Dann haben wir plötzlich nur Schlagzeug und garstige Stimme mit etwas Bass unterlegt bevor es weiter mit dem Post-Metal geht. Das Lied ist über acht Minuten lang, eigentlich passiert nicht viel, aber es lässt einen einfach nicht los. SATURNISTS wissen, wie man Spannungsbögen aufbaut und im richtigen Augenblick auflöst.

Zwei sehr unterschiedliche Songs sind also das erste Lebenszeichen dieser jungen Band und beide Songs können überzeugen. Musikalisch passt selbstredend alles. Hervorzuheben ist der Sound, der in Eigenregie zusammengenagelt wurde. So hat eine Band zu klingen, weder modern komprimiert, noch Keep It True-angestaubt. Ein Schlagzeug das nicht wie ein Tischtennisspiel tönt und ein deutlich vernehmbarer Bass. Großartig!

Ein Demo für die dunkle Jahreszeit. 

Erhältlich bei der Band auf deren Bandcamp-Seite.

 



Ohne Bewertung
Autor: Christian Wiederwald (13.12.2020)

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