AEROLITH - Megalorama Part I

Artikel-Bild
VÖ: 15.10.2020
Bandinfo: AEROLITH
Genre: Space Rock
Label: Lakechurch Production / Jumping High Records
Hören & Kaufen: Amazon
Lineup  |  Trackliste

AEROLITH Space-rocken wieder! Das Salzburger Dreigestirn veröffentlichte im Oktober des Jahres brandneues Material, das stilistisch wieder einmal an den fließenden Grenzen zwischen waberndem Space Rock, träumerischen Post-rockigen Passagen und dezent grummelnden Stoner-Anleihen mäandert und den Kompositionen angemessen Zeit und Raum einräumt. Ein bißchen Zeit sollte man also wieder mitbringen, die vier Titel von „Megalorama Part I“, die zusammen satte 35 Minuten in die Waagschale werfen, auf sich wirken zu lassen.

Ausufernd schon der Opener „Medicane“, der mit einnehmendem Keyboard-Muster, das beinahe Mantra-artig durch den Äther wabert und getrieben von sattem Groove die Tore zu galaktischen Weiten aufstößt, satte elf Minuten ohne Langeweile füllt. Die komplex rockende und solierende Gitarre liefert sich im Verlaufe des gar ausufernden Titels so manches packende Duell mit den Synthie-Linien. Etwas gemächlicher geht es „Voyager Rising“ an, das gar außerirdische Töne zu ein wenig in grummelnde, repetitive Stoner-Bereiche schielende Riffs kombiniert.

„Atomic Propulsion“ kehrt die deutlich ruppigere Seite von AEROLITH hervor, mit sattem, ordentlichen Schub entwickelndem Gitarrensound, der dem Salzburger Trio extrem gut zu Gesicht steht. Das Keyboard lehnt sich in der Melodie Stimmungstechnisch gar ein wenig an den Instrumental-Klassiker „Axel F.“ an (zumindest poppt dieser Querverweis selbsttätig im Gehirn des Rezensenten auf, obwohl kaum effektive Ähnlichkeit besteht...), was dem Song einen etwas unheimlichen Touch beschert, der gekonnt durch zunächst eine ruhigere, sowie später eine aufwühlendere Bridge durchbrochen wird. Der ebenfalls über zehn Minuten füllende Schlusspunkt „Zarflax“ beginnt ruhiger und getragener und eröffnet durch seinen sanften Spannungsaufbau einen sehr schönen Stimmungsbogen, aus dem sich die treibenderen Parts erheben, wie Wellen aus einem Meer an sanft fließenden Tönen.

Zusammengefasst bescheren uns AEROLITH erneut eine faszinierende aurikuläre Reise durch den Kosmos, in deren Verlaufe man sich von den teils fließenden, dann wieder treibenden Tönen mitreißen und den Alltag vergessen kann. Dass der Titel des neuen Werks von AEROLITH, „Megalorama“, überdies vom Zusatz „Part I“ ergänzt wird, lässt den Schluss zu, dass es zu dem feinen Space-Rock-Scheibchen auch bald einen zweiten Teil geben wird. Da hätte man doch nix dagegen...

 



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Anthalerero (12.12.2020)

WERBUNG: Hard
ANZEIGE
WERBUNG: Benediction - Scriptures
ANZEIGE