ADDER'S FORK - The Fatalist

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VÖ: 04.12.2020
Bandinfo: ADDER'S FORK
Genre: Gothic Metal
Label: Eigenproduktion
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Lineup  |  Trackliste

Die gespaltene Natternzunge aus Niederösterreich,  ADDER'S FORK, spricht nach dem Debüt „A Farewell To Expectations“ (das wir in Ausgabe 16 unserer Reihe UvU vorstellten), wieder einmal zu uns. Unter dem durchaus apokalyptischen Titel „The Fatalist“ hat Mastermind und Multiinstrumentalist Marko Köfler vier neue Songs vorbereitet, die uns wieder einmal auf eine musikalische Reise schicken, in deren Verlaufe allerhand Ideen und Einflüsse auf ein Bett aus Gothic Metal aufgepropft werden.

Bereits der Opener und Titeltrack „The Fatalist (A Coming Dark) spricht Bände hinsichtlich des Abwechslungsreichtums, den ADDER'S FORK in seine Kompositionen legt. Der Titel beginnt zunächst verhalten und besticht dann mit wunderbar atmosphärischem Riffing, ehe es im Mittelteil und gegen Ende hin deutlich ruppiger und metallischer zur Sache geht. Darüber thronen melancholische, markige Gesangslinien, die sich sowohl mit den träumerischen Gitarrenlinien, als auch deren aggressiven Zwillingen schlüssig zusammenfügen. „Herald's Curse“ fließt sanft dahin, liefert gar faserschmeichelnde Melodien und kommt dabei mit nur sparsam eingesetzten Vocals und nur kurz im Schlusspart prägnanter aufzeigender Gitarre aus.

„Failures Grin And Fears Remain“ zeigt sich nach einem kurzen Ausflug in post-metallisch anmutende Weiten von einer deutlich schwereren, düsterer und aggressiver wirkenden Seite. Die klingenden Gothic-Vocals werden durch kurze Grunz-Einsprengsel veredelt und das groovende, immer wieder  mal das Tempo anziehende Riffing weiß durchaus zu gefallen – ein astreines Powermetal-Solo gibt es noch obendrauf, ehe der Titel ordentlich kantig und galoppierend dem ruhigen Endpart entgegen strebt. Die feinen Twin-Gitarren am Beginn von „Yesterday's Favorite“ führen zunächst etwas in die Irre, präsentiert sich der letzte Song doch eher wieder von der sanften, melancholischer orientierten Seite, bleibt dabei stilistisch deutlich stringenter als seine Vorgänger, hadert dadurch aber ein wenig mit seiner Länge von fast sechs Minuten.

ADDER'S FORK kann und möchte sich augenscheinlich auf kein Genre festnageln lassen, was dem Hörer einerseits ein unterhaltsames aurikuläres Erlebnis beschert, den allgemeinen Zugang allerdings durch seine vielen Tempowechsel und stilistischen Wendungen etwas erschwert. Wie schon auf seinem ersten musikalischen Lebenszeichen unter dem Banner der Natternzunge, hat sich Marko Köfler erneut in Eigenregie einen feinen, inzwischen etwas klarer und differenzierter klingenden Sound geklöppelt, an dem es anhand der Gegebenheiten absolut nichts auszusetzen gibt. Puncto Songwriting hat ADDER'S FORK seinen Stil noch nicht gefunden, was aber nicht per se schlecht ist, denn den die breit gefächerten Möglichkeiten die aufzeigt werden, machen neugierig auf weitere Entwicklungen!

 



Bewertung: 3.0 / 5.0
Autor: Anthalerero (16.12.2020)

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