JOHN DIVA AND THE ROCKETS OF LOVE - American Amadeus

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VÖ: 15.01.2020
Bandinfo: JOHN DIVA AND THE ROCKETS OF LOVE
Genre: Rock
Label: SPV / Steamhammer
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Lineup  |  Trackliste

Was erwartet man von JOHN DIVA AND THE ROCKETS OF LOVE? Klar, 80er Rock und gute Laune Musik. Genau das liefert das neue Album auch. Der Track „American Amadeus“ ist allerdings nicht so sehr FALCO, wie man denken würde. Die Untermalung mit den Streichern passt jedoch sehr gut und irgendwie sieht man hier zwei Welten kollidieren – nicht nur musikalisch, sondern auch im Video. Dass es diesen Song auf der Vinyl-Schallplatte auch als Bonus mit Orchester gibt, kann man sich gut vorstellen. 
Ansonsten gibt es genau so viel Glam, wie man das kennt, besonders „Bling Bling Marilyn“ geht schnell ins Ohr. Wer sich denn fragt, ob Manson oder Monroe, dem sei gesagt, dass Diamanten nicht nur eines Mädchens beste Freunde sind, sondern auch die von John Diva höchstpersönlich. Dazu gehört dann wohl auch der besungene „Champagne On Mars“. Während „Karmageddon“ ein klein wenig nach BON JOVI klingt, bewundern wir einmal mehr, dass die altbewährten Konzepte der 80er immer noch funktionieren: Ab dem zweiten Refrain will man einfach mitsingen. Eine Ode an den Rock und die 80er sind dann auch „Drip Drip Baby“ (weiß heute überhaupt noch jemand wer die besungene Heather Locklear ist? (oh, ja! - der Lektor)) und „This Is Rock’n’Roll“. 
Verwirrend sind jedoch die hier und dort eingestreuten Anspielungen auf die Bibel, zum Beispiel „Wasted (In Babylon)“. Klar, in Babylon ging damals alles schief. Ist das demnach der ultimative Absturzort lange bevor in Las Vegas die Hochhäuser in den Himmel ragten und auf dem Strip jedes Wochenende die Sau rausgelassen wurde? Oder geht es doch um den Sittenverfall der Hure Babylon? Ähnlich mit dem Song „Movin‘ Back To Paradise“, der mit den Worten „See you there, bring an apple!“ endet. Mysteriös, aber vielleicht liegt das an der Umgebung von Schloss Bückeburg, das als Drehort für das Video zum Titeltrack diente. Geläutert sind die Jungs jedoch definitiv nicht, Bibelanspielungen hin oder her. Vermutlich spricht hier vielmehr die Schlange aus dem Garten Eden, dass ein bisschen Party doch gar nicht so verkehrt ist. 



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Franziska Anson (12.01.2021)

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