CAIRDEAS FALA - Sons Of The North

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VÖ: 01.01.2021
Bandinfo: CAIRDEAS FALA
Genre: Atmospheric Black Metal
Label: Werewolf Productions
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Lineup  |  Trackliste

Ich hab mir mal einen Stift beiseite gelegt, da keine Lyrics zu CAIRDEAS FALAs "Sons Of The North" zu finden sind. Also schön die Lauscher gespitzt und... äh... Es ist Black Metal! Den Text müsst Ihr selbst aufschreiben. Die beiden Bandmember Son of Weir und Son of Mackay produzieren zwar feines Gescheppere, das von der schottischen Unabhängigkeitsbewegung inspiriert sein soll, doch anscheinend handelt es sich bei CAIRDEAS FALA zumindest um in Australien ansässige Musiker. Obwohl es, wie nicht anders zu erwarten, um die stets mehr oder weniger unterhaltsamen blutigen Kämpfe und Ahnenforschung geht, scheinen die zwei Söhne (im wahren Leben vermutlich weder miteinander verwandt noch verschwägert - eine Schwippschwägerschaft nicht ausgeschlossen) extremistischen Strömungen weniger zugetan.

Es ertönt: "The Piper's Call" (Wenn man den Namen ins Suchtfeld einiger Suchmaschinen eintippt, erscheint eine Telefonnummer für ein Bed & Breakfast, aber ich habe nicht angerufen.) Flotte Nummer! Schöner Widerhall! Kalt, atmosphärisch, aber nicht zu melodiös!

"In Blood & Spirit" - Titel ist selbstverständlich seeehr originell und die erste Wahl, wenn es darum gehen soll, besorgte Linksextremisten davon zu überzeugen, nicht im Fahrwasser zweifelhafter Gesinnung zu schwimmen, aber was haben Schwarzmetaller und EMINEM gemeinsam? They "just don´t give a f***!" Und was sind die Stärken des Songs? Er klingt, als hätte man ihn schon vor Jahren mal auf irgendeinem coolen Sampler gehört, den deine Schwester gegen Lipgloss getauscht hat, aber in Wirklichkeit ist er neu!

"Forever Strong"! ♪♫ I want to be forever strong! ♪♫ Do you really want to be forever strong, forever and ever? ♪♫ Ah, ne... Da haben gerade ALPHAVILLE mein Kopfkino gestürmt... Aber diese Atmosphäre vermittelt "Forever Strong". Man wacht inmitten eiskalten Nebels auf irgendeiner rutschigen Felsklippe auf, sieht die Hand vor Augen nicht und wird sich gewahr, dass die warme Melodie nur ein trostspendender Traum, aufgeblitzt im Sekundenschlaf, war...

"1314" - So kalt wie sein Vorgänger, so kalt wie das ganze Album. Die Vocals scheinen noch weiter in die Ferne gerückt. Majestätische Flows erinnern an die mächtigen SATYRICON! Doppelter Daumen an dieser Stelle!

"Herald Of War" - Hier ist es! Das obligatorische Geknüppel, für das Ihr alle den Berg erklommen habt! Chaotisch im Ohr, sortiert in der Ausführung! Jetzt wird die gute Kolter von Oma ausgepackt! Quasi, die Kolter of War!

"The Land That Begat Me" - Hmm... Was ist es? Die B-Seite? Ist es ein Verschnauf-Track? Midtempo... Die Stimme klingt verzweifelter als zuvor... Wir schwächeln. Vielleicht mögt Ihr es ja mehr.

"The Butcher's Apron" - Okay, das erinnert mich jetzt tatsächlich an irgendeinen Death Metal Song, den ich auf einem Metal Hammer Sampler von etwa 2005 hatte. Zufälle gibts... Ziemlich gut, kürzer als alle anderen, mit harmonischem Ausklang.

"Of Truth & Fire" ist der Song, der lange im Gedächtnis bleiben wird. Es ist der Song mit der irischen Schnabelflöte, der Tin Whistle, wegen dem man auf dem Schulhof mit dem Finger schnippen und sagen wird: "CAIRDEAS FALA is so geil, Alta! Dös klingt so total moosartig, Dicka! Weißt´e wie ich mein? Ach egal, ich schick dir später auf dein Smartphone!"



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Daniel Hadrovic (15.01.2021)

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