EKTOMORF - Reborn

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VÖ: 22.01.2021
Bandinfo: EKTOMORF
Genre: Thrash Core
Label: Napalm Records
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Lineup  |  Trackliste

Eigentlich habe ich bereits die Rezension zu EKTOMORFs "Fury" mit dem Wort Eigentlich begonnen, muss zu dessen in Bälde erscheinendem Nachfolger "Reborn" allerdings wieder mit jener Vokabel einleiten, da ich eigentlich keine Zeit mehr an die Ungarn verschwenden wollte. Weil der als Single vorgestellte Titeltrack allerdings gar nicht so scheiße wie befürchtet klang und das Versprechen eines runderneuerten Stils zumindest teilweise einlöste, habe ich mich also - leider... - doch ein weiteres Mal dazu überreden lassen, Zoltán Farkas und seiner zur Abwechslung mal nicht komplett ausgewechselten Mannschaft eine neuerliche Chance zu geben, obschon bereits das armselig-lieblose Coverartwork mal wieder jeglicher Beschreibung spottet.

Machen wir es kurz, weil ich es längst bereue und das Thema EKTOMORF endgültig für mich beenden will: Ja, "Reborn" ist ein bisschen besser als seine beiden Vorgänger. Nein, das ist kein Grund, um jubelnd den "Vorbestellen"-Button zu betätigen und sich mit dem Album einen wertvollen Platz im Regal zu verbauen, denn wenn ich von besser spreche, meine ich eigentlich, dass es zumindest einen Hauch von Kreativität versprüht. Die angepriesene Wiedergeburt soll im Zeichen der Big Four stehen und das hört man zuweilen an den melodischeren, schlussendlich aber doch nur oberflächlichen METALLICA-Momenten in besagtem Titelstück oder dem siebenminütigen, aber völlig belanglosen "Forsaken" (der vorherige Song "The Worst Is Yet To Come" wusste offenbar bereits von diesem Debakel) sowie dem SLAYER-für-Arme-Geballer im abschließenden "Smashing The Past". Ansonsten werden, wie üblich, die immerselben vier, fünf Riffs recyclet, die man auf den vorigen Alben schon gehört hat. ANTHRAX und insbesondere MEGADETH sucht man dabei übrigens vergebens, wobei letzteres keinen allzu überraschenden Umstand darstellt, da sich EKTOMORF auch weiterhin auf einem technisch sehr überschaubaren Niveau bewegen. Das war schon immer so, klar, allerdings loderte damals noch ein Feuer der Leidenschaft und Wut, das längst der Routine einer Band, die künstlich am Leben gehalten wird, gewichen ist.



Bewertung: 1.5 / 5.0
Autor: Pascal Staub (18.01.2021)

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