SURMA - The Light Within

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VÖ: 06.11.2020
Bandinfo: SURMA
Genre: Symphonic Metal
Label: Metal Blade Records
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Lineup  |  Trackliste

SURMA ist ein neues Projekt vom Mastermind hinter der Band TÝR, Heri Joensen, der sich mit Viktorie Surmová zusammengetan hat, die eventuell beim ein oder anderen schon durch das BOHEMIAN METAL RHAPSODY für Aufmerksamkeit gesorgt hat. Es dürfte schnell aufgefallen sein, dass die Band sich schlicht am Namen der Sängerin orientiert hat, was die Namensfindung anbelangt. Sei's drum. "The Light Within" nennt sich das Debüt der Truppe und es wird schnell deutlich, dass vor allem Heri und Viktorie in den Vordergrund treten, während Bassist und Drummer eher eine untergeordnete Rolle einnehmen.

Die Musik orientiert sich am klassischen Symphonic Metal und lässt sich am ehesten irgendwo zwischen AMBERIAN DAWN (zu Heidi Parviainen Zeiten), DAWN OF DESTINY und EPICA einordnen. Gerade der Titeltrack weist starke Parallelen zu DAWN OF DESTINYS "Days of Crying" auf, aber sind wir mal ehrlich. Völlig neue Akzente werden im Symphonic Metal Bereich heutzutage nur noch selten gesetzt und solange die Qualität mich irgendwie bei Laune hält, ist das vollkommen in Ordnung. "Like The River Flows" findet schon eher seinen eigenen Groove und setzt gerade im Intro dramaturgisch sehr nette Akzente. Die Strophen bleiben etwas treibend, weisen aber durchaus eine gute Energie auf in der Symbiose aus Viktories Cleans und Heris Growls. Die Hook geht gut von der Hand und bleibt hängen. Kompositorisch sicherlich keine Neuerfindung des Rads, aber das ist, wie zuvor erwähnt, auch gar nicht nötig. "Desire" ist eine relativ unnötig aufgeplusterte Ballade, die sich wie Kaugummi zieht, obgleich die Spielzeit hier eher gering ausfällt. Hier nehme ich leichte WITHIN TEMPTATION Vibes wahr, die das aber bedeutend besser können, als es hier aufgezeigt wird. Spannender wird's wieder mit "The City Of Winds", das tolle Tempowechsel inszeniert und mir gerade in den Strophen sehr zu gefallen weiß mit seiner fast schon zurückhaltenden Herangehensweise, die im Chorus dann förmlich explodiert. Neben Songs mit Hitpotenzial lassen sich aber auch immer wieder Rohrkrepierer wie "Downfall" vorfinden, das völlig belanglos und inspirationslos daher kommt. Hätte man von den 13 Songs zwei bis drei Nummern am Ende ins Archiv verbannt, wäre man damit sicherlich besser gefahren, denn das Album als gesamtes bietet genügend gute Songs, die unnötig durch derartige Filler ausgebremst werden. Bestes Beispiel ist gen Ende "Lost To Time", das den Hörer direkt mit einer erfrischenden Hook überrascht - den Text lassen wir jetzt mal außen vor... 

"The Light Within" ist ein interessantes Debüt geworden, das nicht den ganz großen Wurf markiert, TÝR Fronter Heri Joensen aber auch mal die Möglichkeit eingeräumt hat, sich kompositorisch etwas auszuprobieren. Sängerin Viktorie liefert einen einwandfreien Job ab und gerät auch nie in Gefilde, die sich für mich als Hörer unangenehm anhören, was gerade im dem Genre oft Hit and Miss ist. Nichts ist überragend und nichts ist schlecht. Wir haben hier solide Kost vorlegen, die man nebenbei bestens verspeisen kann, wenn man sich einfach nur berieseln lassen will. Ist mir aktuell allemal lieber als zum 8000. Mal denselben AMARANTHE Song zu hören (die sich mittlerweile tatsächlich nur noch kopieren wie mir scheint). Schauen wir Mal, ob da noch was kommen mag in Zukunft!



Bewertung: 3.0 / 5.0
Autor: Sonata (19.01.2021)

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