BRAND NEW PUNCH - ReBurn

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VÖ: 10.10.2020
Bandinfo: BRAND NEW PUNCH
Genre: Groove Metal
Label: Cult Of Parthenope
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Lineup  |  Trackliste

Einen brandneuen Punsch hätte ich gern genommen, stattdessen gibt es eine nette EP namens „ReBurn“. BRAND NEW PUNCH sind eine Groove Metalband mit Hang zum Metalcore und kreierrn im Album sogar einen neuen Twitterhashtag. Die Truppe gibt es schon seit 2013, doch bis jetzt gab es nur ein Album, das bereits vor fünf Jahren das Licht der Welt erblickte. 2020 meldet sie sich zurück und bringt ihren Lifestyle mit einem Hashtag im Songtitel auf den Punkt.

Tranchedone (Gitarrist) hat ein Gespür für groovige Riffs und schwingt in „Fuck The Rush“ das Tanzbein. Damit die Gitarren mit viel Power rüberkommen, wird man von allen Seiten beschallt. Das Schlagzeug verteilt auch ein paar Donnerschläge auf den Becken und hat zu jedem Riff den richtigen Beat parat.

In der Message von „Humanity Fake“ steckt ein wahrer Kern, sie wird nur schlecht präsentiert. Auch, wenn die Gitarren hinreißend spielen, ist man vom Lied nicht angetan. Stanzione (Gesang) versucht sich im Sprechgesang, der weniger den Atem raubt und eher Seufzer auslöst. Statt energische Shoutings gibt es viel Gerede.

Und dann ist da noch „#scostusmetal“. Was wie eine neue Twitterkampagne klingt, ist ein Lied von BRAND NEW PUNCH und könnte der nächste Hit auf zukünftigen Metalparties werden. Jeder Trommelschlag kracht im Genick und die Gitarren machen viel Druck, egal wie oft man von einem Beat zum anderen getreten wird, es ist atemberaubend. Für zarte Pflänzchen ist der Song nichts, die nette Aufforderung im Refrain „Be rude to all“ sollte Hinweis genug sein.

BRAND NEW PUNCH haben den richtigen Riecher für groovige Vibes, nur gibt es da noch „Humanity Fake“. Der Sprechgesang ist nicht Stanziones (Gesang) Stärke, dafür ist sein Shouting ein Ohrenschmaus. Wirft man einen Blick zu den Kollegen, sieht man, dass das Schlagzeug und die Gitarre ein perfektes Duo abgeben. Ein neues Album steht momentan nicht in den Startlöchern, trotzdem darf man auf fetzige Riffs und wuchtige Beats gespannt sein - vom Sänger wünsche ich mir noch mehr Geschrei.



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Julian Dürnberger (26.01.2021)

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