ATTIKA - Metal Lands

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VÖ: 26.02.2021
Bandinfo: ATTIKA
Genre: Heavy Metal
Label: Pure Steel Records
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Lineup  |  Trackliste

Stephen King hat bereits 1991 gewarnt: Manchmal kommen sie wieder! Das gilt nicht nur für böse Jungs, die plötzlich als Zombies wiedergeboren werden, sondern auch für Bands, andere Bands, und noch mehr Bands. Und somit auch für diese Jungs hier. ATTIKA  wurden in den frühen 1980er Jahren im angeblich ständig sonnigen Florida gegründet, veröffentlichten zwei Tapes(!) und verschwanden Anfang der 1990er Jahre wieder in der Versenkung. Doch irgendwann vor ein paar Jahren hatten Sänger Robert Van War und Schlagzeuger Jeff Patelski wieder Lust auf Lärm. Also suchte und fand man einen Gitarristen (Bill Krajewski) und einen Bassisten (Glenn Anthony) und spielte ein paar Auftritte - darunter auch das Headbanger's Open Air 2018 in Deutschland. Die Chemie stimmte und so zimmerte man gemeinsam das nun veröffentlichte Comeback-Album ein.

"Metal Lands" schlägt in die Kerbe des traditionellen US-Metal. Eine düstere, doomige Grundnote schwingt in fast allen Kompositionen mit, ebenso wie ein dezent progressiver Einschlag. Das passt auch gut zur Lyrik, in der so manche Gesellschaftskritik durchscheint. Es ist halt längst nicht alles eitel Sonnenschein in Florida. Gesanglich bewegt sich die Platte zwischen Genie und Wahnsinn. Schwebt am Titeltrack (neben einigen wirklich schrägen Tönen) noch ein Hauch von Halford in der Luft, erinnert der Sprechgesang von Robert Van Wart auf weiten Strecken eher an die Solo Releases von Bruce Dickinson. Glaubt ihr nicht? Hört mal in "Thorn In My Side" hinein. Leider ist das Songmaterial aber insgesamt zu austauschbar, um diesen großen Namen tatsächlich gerecht zu werden. Ein echter Wiedererkennungswert stellt sich auch nach wiederholtem Hörgenuß nur sehr schleppend ein.

ATTIKAs Comeback-Scheibe ist, auf gut wienerisch gesagt "a zache G'schicht". Einerseits spürt man das Bemühen und die Liebe zum Metal, aber mir persönlich fehlt die persönliche Note, welche die Band von hunderten anderen unterscheidet. Pluspunkte gibts für die gelungene Umsetzung des Coversongs "Gold", der eines der spärlichen Highlights des Albums markiert.

 



Bewertung: 3.0 / 5.0
Autor: adl (19.02.2021)

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