Attempted Arson - Feed The Fire

Bandinfo: Attempted Arson

Genre: Hardcore
Label: Maldoror Musikverlag
Hören & Kaufen: Ebay
Lineup | Trackliste | Credits
Manchmal ist es echt zum Haare raufen, was Promoagenturen da so für Stilrichtungen ihrer Bands auf Papier bringen. Geschehen bei der Debüt EP der deutschen Hopefulls von ATTEMPTED ARSON. Als eine Mischung aus Nu-Metal und Hardcore wird vorliegendes Werk „Feed the Fire“ angepriesen, allein von beiden Metalausrichtungen kann ich lediglich Nuancen vernehmen.
Vielmehr sind gerade die beiden zu Beginn dargebotenen Songs dreckig, verschmierte Straßenköter, die den Staub und Schmutz endlos langer Highways atmen, was gerade in „Mean Machine“ durch „lots of Gasoline“ und Motorradsound noch zusätzlich unterstrichen wird. „My Private Hell“ ist eine reinrassige Halbballade, die weder Nu, noch Core mäßig, dafür aber einigermaßen geil umgesetzt wurde – findet man noch am ehesten Einsprengsel besagter Subgenres im Mittelteil vom ansonsten wieder schwer Staub atmenden „Ballistic“ bzw. in „Bleeding Away“, welches gerade durch seinen Sprechgesang (zeitweise sogar leicht verzerrt) in diese Richtung(en) tendiert.
Insgesamt knapp 24 Minuten doch gutklassiges, weil auch irgendwie ziemlich eigenständiges Material bieten die sechs aus deutschem Lande, was mich a) dazu hinreißen lässt, der Band zu einem echt schwer in Ordnung gehenden Release zu gratulieren und b) der Promo Company ein paar Nachhilfestunden in Sachen Stilkategoriserung zu verordnen.


