FIREFORCE - Rage Of War

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VÖ: 15.01.2021
Bandinfo: FIREFORCE
Genre: Heavy Metal
Label: ROAR Rock of Angels Records
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Lineup  |  Trackliste

Power Metal und Schlachten. Schwere Riffs und Heldengeschichten. Worte wie "March", "Firepanzer" oder "War" auf der Trackliste. Bei vielen von euch wird das Assoziationen zu einer bekannten Truppe aus dem schwedischen Falun auslösen. Das heute hier besprochene Album kommt aber nicht aus Schweden, sondern aus Belgien. FIREFORCE schicken sich mit ihrem vierten Longplayer "Rage Of War" an, die Schlachtfelder dieser Welt zu erobern. Wir werden sehen, ob es am Ende zu einem Triumph reicht oder ob sie als Verlierer das Feld räumen müssen.

Der Titeltrack "Rage Of War" lässt sich keine Zeit, um in die Gänge zu kommen. Da wird gleich mit ordentlich Schmackes losgelegt. Zwar nichts Spektakuläres aber ein solider Groove der sich auch auf "March Or Die" fortsetzt inklusive fettem Gitarrensolo im letzten Drittel der Nummer. Erstmals mit dabei ist Matt Asselberghs, der versucht "Rage Of War" beziehungsweise FIREFORCE mit seiner Stimme seinen Stempel aufzudrücken. Das gelingt mal besser mal schlechter. "Ram It" funktioniert zum Beispiel in der Strophe ganz gut, nur der Refrain ist dann doch zu süß und Asselberghs Stimme trägt zu dick auf.

Auch "Firepanzer" und "Running" laufen nach Schema-F ab. Schnelle, druckvolle Riffs, die Double-Bass-Drum schiebt zusätzlich an, dann kommt ein mehr oder weniger catchy-Refrain, der den Hörer/die Hörerin bei der Stange halten soll eh man wieder in die Vollgasstrophe abtaucht. Garniert wird das Ganze mit Gitarrensoli und Breakdowns. Das wird auf Albumlänge mit der Zeit einfach zu eintönig. Überraschungen fehlen. "Rage Of War" ist gut und druckvoll produziert, der Sound kann aber leider nicht über die mangelnde Kreativität beim Songwriting hinwegtäuschen. Die Nummern funktionieren in biergeschwängerter Festivalluft sicher am besten aber am Stück über das gesamte Album fehlt das Salz in der Suppe. Hervorheben möchte ich noch "Tale Of The Desert King" (Vinyl exclusive). Hier versteht man es, mit einem orientalisch angehauchten Riff, zu überraschen und andere Einflüsse einzubauen. Mit Sicherheit eine der stärksten Nummern auf "Rage Of War".

Fazit: FIREFORCE erfinden hier das Rad keinesfalls neu. Für sich betrachtet mag die eine oder andere Nummer bei so manchem zünden, aber die in Summe 13 Tracks (inklusive der CD/Vinyl-exclusives) sind einfach zu austauschbar. Es wird also weder ein Triumphzug für die Jungs aus Antwerpen noch müssen sie gebückt das Schlachtfeld verlassen. Einigen wir uns auf ein unentschieden.

 

 



Bewertung: 2.5 / 5.0
Autor: Hans Unteregger (03.02.2021)

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