AFTER SMOKE CLEARS - Edification

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VÖ: 12.11.2020
Bandinfo: AFTER SMOKE CLEARS
Genre: Groove Metal
Label: Unbekannt
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Lineup  |  Trackliste

So schnell, wie AFTER SMOKE CLEARS geboren wurdee, kam auch ihr Debüt zur Welt. Im Gründungsjahr 2020 schmiss die Band „Edification“ in die Läden und hat nun Einzug in die Stormbringer-Redaktion gefunden. Das Debüt lässt sich in die Sparte Groove Metal einordnen, überrascht aber auch mit anderen Einflüssen aus dem Metalbereich. Wie sich das ganze anhört, erfährt ihr hier.

„Extunguo“ gibt dir einen Adrenalinschub, von den man sich nicht so leicht erholt. AFTER SMOKE CLARS zeigen hier Einflüsse der schwedischen Band MESHUGGAH. Im schweren Groove-Rhythmus hämmern die Gitarristen in die Saiten, als netter Hintergrund surrt eine zweite Gitarre und sorgt für unangenehme Momente.
Der Opener „The Vine“ hat eine besondere Hintergrundgeschichte, die sogar vom Sänger Nick Hurford in einem Video näher erläutert wird. Er bietet nicht nur mehr Einblick hinter den Kulissen, sondern hat auch am Mikro viel zu bieten. Man könnte ihn mit einem jüngeren Jens Kidmann (Sänger bei MESCHUGGAH) verwechseln, aber der Eindruck trügt. Hurford punktet mit seiner Artikulation und schreit so gekonnt wie der Frontmann von MESHUGGAH selbst.

AFTER SMOKE CLEARS gehen noch einen Schritt weiter, indem sie ihrem Stil eine Prise Nu Metal dazugeben. In „Machine Dependend“ eröffnet er die Nummer mit einer Rap-Einlage, die Chester von LINKIN PARK nicht besser machen hätte können.
Zum Schluss stellt Hurford sein poetisches Talent unter Beweis. Die wird im Duo erzählt, ab der Hälfte tritt eine Gastsängerin ans Mikro, das die sonst so bedrückende Atmosphäre im Lied auflockert. Bis dahin hat mich das Lied überzeugt, aber der Metalcore-Einfluss ist zu viel des Guten. AFTER SMOKE CLEARS schmeißt noch eine weitere Zutat ins Debütgericht und hinterlässt damit einen faden Beigeschmack.




Der Sound von AFTER SMOKE CLEARS ist ziemlich klar. Trotz ihres noch so kurzen Banddaseins weiß die Londoner Truppe genau was sie machen will. Ein bisschen Nu mit Groove Metal und zum Schluss eine Prise Metalcore. So leicht wie das Rezept sich anhört, ist die Ausführung leider nicht. Ihr Wissen über die Subgenrevielfalt ist enorm und wird im Debüt auch verdeutlicht, nur der Metalcore-Einfluss in der Musik ist für mich kein Hingucker. Sie vergreifen sich in schnöden Melodien, die sich fade in die Länge ziehen.  

 



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Julian Dürnberger (06.02.2021)

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